Artefakt      Frauen machen Kunststücke

 

 

 

 

Ausgewählte neue Musik, Filme und Bücher

im  Februar 2020

 

 

 

 

 

 

 

 

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© 2007-2020 weird

Musik

Filme

Bücher

Zu queeren Themen dieser Ausgabe, die das YouTube-Logo tragen, findet ihr Videofeatures auf weirds YouTube-Kanal PLAYLIST „2/2020 Artefakt …“

T rotz all edem, eb en do ch

„Schwe stern ble ibt sta rk“

Out: seit 21.1.20

 

Info: Die junge M. wird seit zwei Jahren von einem ihr unbekan nten Ma nn gesta lkt. Jetzt ist sie vor Ge richt gegangen. Um aus ihrer eigenen Angst herauszukommen und um andere betroffene Frauen zu ermutigen, sich trotz und gegen wenig Hilfe durch Po lizei und Ju stiz zu weh ren. Dieser So li-Sampler mit musikalischen Beiträgen verschiedenster Künstler_innen und Bands des Hilfsprojektes tro tz al ledem, eb en do ch aus Berlin soll M. unterstützen. Das Album gibt es hier

Poliça

„When We Stay Alive“ (Memphis Industries/Indigo)

Out: seit 31.1.20

Single: „Forget Me Now“

 

Info: Die US-Indie-Sängerin und Songschreiberin Channy Leaneagh nebst Band mit ihrem vierten Album. In ihren neuen Songs verarbeitet sie u. a. ihr Trauma, das sie erlitt als sie 2018 bei Eisarbeiten vom Dach stürzte und sich die Wirbelsäule brach.

Hemming

„Airport Security“ (Hemming)

Out: seit 21.1.20 TIPP

 

Info: Out Indie-Musikerin Candice Martello aka Hemming aus Philadelphia mit neuer Single. Ein wunderschöner Mid-Tempo-Indie-Pop-Song über die Liebe und das Vermissen.

Lee Winter

„Nichts als die ungeschminkte Wahrheit“

(Ylva Verlag)

Roman, 354 S., broschiert

Out: seit Januar 2020

 

Info: Lesbischer Liebesroman um die New Yorker Kriminalreporterin Maddy, die mit Job und Leben am Limit ist, ganz zu Schweigen von ihrer einseitigen Schwärmerei für ihre Chefin. Als die Arbeit beide nach Australien führt, willigt Maddy in die zunächst harmlos scheinende Wette ein, einander nur die Wahrheit sagen zu dürfen …

Isobel Campbell

„There Is No Other“ (Cooking Vinyl/Sony)

Out: 7.2.20

Single: „Ant Life“

 

Info: Die britische Indie-Pop-Musikerin war bis 2002 Mitglied der Band Bell And Sebastian. Zuvor hatte sie seit 1999 ihr Soloprojekt The Gentle Waves. Nach Bell And Sebastian erschien 2003 ihr erstes Soloalbum unter ihrem eigenen Namen. Dies ist ihr drittes. Das erste seit 2006. Sweeter Indie-Pop mit der Zartheit von Isobel Campbells Stimme als spannenden „Gegenpart“. 2010 hatte sie zuletzt gemeinsam mit Mark Lanegan ein Album veröffentlicht.

Single-Tipps

Sarah Hagger-Holt

„Nothing Ever Happens Here“

(Usborne)

Roman, 264 S., Englisch, broschiert

Out: seit 9.1.20

 

Info: Debutroman der britischen Autorin und LGBTIQ-Aktivistin, die u. a. bereits zwei LGBTIQ-Elternratgeber geschrieben hat. In diesem, ihrem ersten Roman outet sich Izzy‘s Vater als trans*. Der 12-Jährigen bereitet das Sorge, denn plötzlich scheint ihr bis dahin unscheinbares Familienleben besondere Aufmerksamkeit zu bekommen. Bricht ihre Familie nun auseinander und was erwartet sie in der Schule …?

 

Andrea Bramhall

„Steiler Aufstieg zum Glück“

(Ylva Verlag)

Roman, 308 S., broschiert

Out: seit November 2019

 

Info: Jayden ist eine erfahrene Bergsteigerin. Doch dann trifft eine Lawine ihr Everest-Basislager und der Verlust trifft sie so schwer, dass sie dem Bergsteigen den Rücken kehrt. Als sie bei einem Dreh zu einer Reality-TV-Show als Bergführerin einspringt, lernt sie Rhian kennen, die für eine Londoner Marketingagentur arbeitet. Lesbischer Liebesroman.

Mom + Mom

(Pro Fun Media)

Drama von Karole di Tommaso

Italien 2019. Das lesbische Paar Karole und Ali möchte ein gemeinsames Kind. Das ist jedoch nicht so einfach, denn im heimatlichen Italien ist künstliche Befruchtung nicht erlaubt und der natürliche Weg kommt für beide nicht in Frage. Um das Geld für eine künstliche Befruchtung in Barcelona zusammenzubekommen, vermieten sie kurzerhand das Zimmer ihres Mitbewohners an Tourist_innen. Doch das Geld bleibt knapp und die Nerven liegen bald blank … Mit Linda Caridi, Maria Roveran u. a. OmeU

Kinostart: 27.2.20

Emma Hill

„How Could I Have Been So Wrong?“ (Kuskokwim Rec.)

Out: seit 31.1.20

Single: „How Could I Have Been So Wrong?“

 

Info: Die Americana-Folk-Sängerin und Songschreiberin mit neuer 3-Track-EP.

Beach Bunny

„Honeymoon” (Mom-Pop)

Out: 14.2.20

Single: „Ms. California“ TIPP

 

Info: Indie-Gitarrenschronzpop mit ein bisschen 90er-Gefühl. Das Debutalbum der Band aus Chicago um Sängerin und Gitarristin Lili Trifilio gibt es als Stream oder Download.

Agnes Obel

„Myopia“ (Deutsche Grammophon)

Out: 21.2.20

Single: „Island Of Doom“ TIPP

 

Info: Die dänische Sängerin, Songschreiberin, Komponistin und Pianistin ist eine Meisterin des Indie-Pops mit klassischen Elementen. Dies ist ihr viertes Album. Getragen, sphärisch.

Ayọ

„Royal“ (3eme Bureau/Wagram/Indigo)

Out: seit 31.1.20

Single: „Beautiful“

 

Info: Die deutsche Soul-Sängerin, Songschreiberin, Gitarristin und Multiinstrumentalistin mit neuem, sechsten Album. Ayos Name bedeutet „Freude“ in der westafrikanischen Sprache Yoruba. Ayos Vater ist Nigerianer, Ayos Mutter ist Roma.

Ausgabe Nr. 143

Februar 2020

Hit Like A Girl

„No More Dysphoria“ + „It‘s Not Me“

Out: seit Oktober/November 2019

 

Info: Hit Like A Girl ist das Indie-Pop-Projekt von Nicolle Maroulis aus New Jersey. Nicolle Maroulis sind non-binary und queer, Pronomen: they/them. Neben der Musik betreiben Nicolle Maroulis die Non-Profit-Organisation No More Dysphoria. Die Erlöse gehen an trans*, non-binary und gender non-conforming Personen, um ihnen finanziell durch alle Aspekte der Transition und anderes mehr zu helfen. Die neuen Singles gibt es als Stream oder Download https://hitlikeagirl.bandcamp.com

 

Aktuelles weird-Interview mit Hit Like A Girl s. diese Ausgabe Nr. 143 Februar 2020

Mhysa

„Nevaeh” (Hyperdub/Cargo)

Out: 14.2.20

Single: „Sanaa Lathan“

 

Info: Queer Black US-R‘n‘B-Musikerin Mhysa kommt aus Philadelphia. Ihr neues Album ist ein melancholisches Lo-Fi-Album als „prayer for Black women and femmes“, das die Hörer_innen mitnehmen will und ihnen dabei helfen will, eine neue, bessere Welt abseits der Apokalypse zu finden, einen sicheren Ort, eine Art „negro heaven“, so beschreibt Mhysa ihr eigenes Werk. Es geht um (queere) Identität, Sexualität, Selbstliebe, Black Empowerment.

Jack River

„Stranger Heart” (Nettwerk)

Out: 7.2.20

Single: „Closer“ TIPP

 

Info: Die australische Indie-Musikerin Holly Rankin aka Jack River (28) mit einer neuen EP. 7 Songs sind darauf. Hitverdächtig ist u. a. die poppig-rockige Single „Later Flight“. Holly Rankin ist in Australien Mitveranstalterin des neuen Festivals „Electric Lady“ von und für Frauen. Zudem ist sie Aktivistin für Nachhaltigkeit und Klimaschutz.

Church Girls

„The Haunt” (Anchor Eighty Four Rec.)

Out: 7.2.20

Single: „Could’ve Been“ TIPP

 

Info: Die Indie Post Punk-Band aus Philadelphia um Sängerin, Songschreiberin und Gitarristin Mariel Beaumont nach ersten feinen EPs jetzt mit ihrem Debutalbum. Von Anfang Februar bis Ende März 2020 sind die Church Girls auf US-Tour.

 

Marla Glen

„Unexpected“ (Mohr Publishing/Soulfood)

Out: seit 31.1.20

Single: „Steppin‘ Up“

 

Info: Out US-Soul-Act Marla Glen lebt seit über 20 Jahren in Deutschland. Dies ist das erste neue Studioalbum seit 2011. Am 3.1.20 wurde Marla Glen 60 Jahre alt.

 

Update: weird-Interview mit Marla Glen in der Ausgabe Nr. 144 März 2020

Meghan Trainor

„Treat Myself“ (Epic/Sony)

Out: seit 31.1.20

Single: „No Excuses“

 

Info: Die erfolgreiche US-Pop-Musikerin mit ihrem dritten Album. Ihr Video zur Single „No Excuses“, die bereits 2018 erschien, hat über 80 000 000 Views auf YouTube.

Ntjam Rosie

„Family & Friends“ (O-Tone/Edel)

Out: 28.2.20

Single: „Start Over Again“

 

Info: Die mehrfach ausgezeichnete niederländische Singer/Songwriterin Ntjam Rosie aus Kamerun mischt seit ihrem Debutalbum 2008 Pop mit Jazz und Soul. Ntjam Rosie wird am 18.3.20 37 Jahre alt.

The Secret Sisters

„Saturn Return“ (New West Rec./Rough Trade)

Out: 28.2.20

Single: „Cabin“

 

Info: Laura und Lydia Rogers sind das Folk-Americana-Duo The Secret Sisters. Dies ist ihr viertes Album, produziert wurde dieses von out US-Singer/Songwriterin Brandi Carlile. Ein durchaus feministisches Album u. a. um Liebe, Trauer und Verlust, um die Erkenntnis der eigenen Sterblichkeit und wie in der ersten Single „Cabin“ um sexualisierte männliche Gewalt #metoo.

Henriette

„Henriette“

(Dr. Music Records/Nrt-Records/Recordjet/Edel)

Out: 28.2.20

Single: „Dream Boy“

 

Info: Feine Debut-EP der deutschen Singer/Songwriterin und Gitarristin, die 2018 ihr Herz in die Hand nahm und nach Nashville ging, um dort ihre Musikkarriere voranzutreiben. Sie nimmt Gesangsunterricht, tritt live auf, schreibt Songs mit angesehenen Musiker_innen. Zurück in Deutschland soll die Karriere nun hier starten.

Grimes

„Miss Anthropocene“ (Beggars/Indigo)

Out: 21.2.20

Single: „So Heavy I Fell Through The Earth“

 

Info: Queer Artist Grimes aus Kanada, bekannt für ihren individuellen Indie-Electro-Sound, mit dem fünften Album. Am 8.1.20 gab Grimes bekannt schwanger zu sein. Grimes wird am 17.2.20 32 Jahre alt.

La Roux

„Supervision” (Believe Digital/Soulfood)

Out: 7.2.20

Single: „International Woman Of Leisure“

 

Info: Elly Jackson aka La Roux aus London mit dem ersten neuen Album nach 5 Jahren. Musikalisch bleibt La Roux dem Electro-Pop-Sound treu. Es sei genau das Album, das sie immer schreiben wollte, so Elly Jackson. In der ersten Single „International Woman Of Leisure“ geht es u. a. um männliche Privilegien und Selbstbestimmung.

Georgia

„Seeking Thrills” (Domino Rec./Goodtogo)

Out: seit 10.1.20

Single: „24 Hours“

 

Info: Die Londoner Indie-Musikerin spielt im Februar 2020 auch drei Shows in Deutschland: 13.2., Luxor, Köln - 16.2. Ü&G, Hamburg - 22.2. Gretchen, Berlin.

Les Reines Prochaines

„Zu unserer Verfassung“ (unrecords)

Out: Februar 2020

Single: „Ich cha kei Englisch“

 

Info: Das queer-feministische Wiener Label unrecords veröffentlicht das neue Album des Frauenkollektivs Les Reines Prochaines aus Basel. Les Reines Prochaines sind Fränzi Madörin (Vocals, Bass, Melodica, Synths, Percussion), Muda Mathis (Vocals, Klarinette, Keys, Percussion), Sus Zwick (Vocals, Saxophone, Synths) und Michèle Fuchs (Vocals, Trompete, Euphonium). Seit über 30 Jahren sind LRP Grenzgängerinnen zwischen Liedermaching und frauenpolitischem Musikkabarett.

Empress Piru

„Normalize Yoursel“ (unrecords)

Out: seit Juni 2019

Single: „Normalize Yourself“

 

Info: Empress Piru sind Janine (Vocals, Körgli), Sati (Bass), Isa (Bass), Mel (Drums) und Martine (Gitarre) aus der Schweiz. DIY Punk, Post Riot Grrrl mit deutsch- wie englischsprachigen queer-feministischen Texten. Veröffentlicht auf dem queer-feministischen Wiener Label unrecords. Das Album gibt es hier zu hören und zu kaufen: https://empresspiru.bandcamp.com/releases Empress Piru spielen am 14.3.20 in Hamburg in der Roten Flora.

Danso Key

„Lava“ (unrecords)

Out: seit 2019

Single: „Night-timed Day“

 

Info: Das queere Indie-Rock-Trio aus Rom und Berlin mit Elisa Abela am Schlagzeug und Eli Nancy Natali an Gitarre und Gesang veröffentlichen ihr zweites Album. Veröffentlicht auf dem queer-feministischen Wiener Label unrecords.

Pollyanna

„Polly & The Fine Feathers“ (Solaris Empire/Broken Silence)

Out: seit 24.1.20

Single: „We Are Like Birds“

 

Info: Die queere französische Singer/Songwriterin Isabelle Casier aka Pollyanna aus Paris mit ihrem dritten Album. Nach ihrem Indie-Rock-Album 2016 reichert sie diesmal einen folkigen Indie-Sound u. a. mit Jazz-, Pop- und Country-Elementen an. Offizielle Record Release Party ist am 26.2.20 im Schokoladen in Berlin zum Abschluss ihrer Tour durch Deutschland Anfang und Ende Februar 2020.

Varda par Agnès

(Film Kino Text)

Dokumentation von Rosalie Varda

Frankreich 2019. Die feministische französische Regisseurin, Fotografin und Künstlerin Agnès Varda verstarb am 29.3.19 im Alter von 90 Jahren an Krebs. Zuvor war sie um die Welt getourt, um mit ihrem Publikum über ihre Arbeiten zu sprechen. Agnès Varda hat ihre Auftritte anschließend zu dem Dokumentarfilm „Varda by Agnès“ verarbeitet, eine achronologische Dokumentation ihrer sieben Jahrzehnte währenden Karriere. Kinostart: 6.2.20

 

Jae

„Verborgene Wahrheiten 1+2“

(Ylva Verlag)

Romane, 232 S., broschiert

Out: seit November 2019/Januar 2020

 

Info: Die lesbische Liebesromanautorin Jae mit einer Geschichte, die in Oregon 1868 spielt. Im Mittelpunkt stehen die lesbische, ungeoutete Ranchtochter Amy und Rika, die Verlobte des Vorarbeiters.

Anne Bax

„Herbstläuferin“

(konkursbuch)

Roman, 280 S., broschiert

Out: 2.2.20

 

Info: Science Fiction-Roman der lesbischen Autorin. Eine Coming-out- und abenteuerliche Liebesgeschichte zwischen zwei jungen Frauen, die in den abgeschotteten Kuppeln des Firmaments leben, während alles draußen, so wird ihnen erzählt, tödlich sei in einer postapokalyptischen Zeit zyklisch tobender Stürme, die alles Leben zerstören.

 

Sina Kani

„Lockende Versuchung“

(elles)

Roman, 240 S., broschiert

Out: 4.2.20

 

Info: US-Kleinstadtfriseursalonbesitzerin Torie hat Schulden und Angst ihren Laden zu verlieren. Als die attraktive Großstadt-Anwältin Delia im Ort auftaucht, beginnen beide eine Affäre. Und plötzlich läuft auch Tories Laden wieder und sie kann sogar die Schulden abbezahlen. Als Torie erfährt, dass Delia reich ist und dahinter steckt, wendet sich Torie von ihr ab ...

 

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Ausgabe Nr. 143

Februar 2020

Archiv

Mia.

„Limbo“ (Four Music/Sony)

Out: 28.2.20 27.3.20(!)

Single: „Limbo“ (out: 7.2.20)

 

Info: Die deutschsprachige Band um Sängerin Mieze Katz mit ihrem siebten Album in 20 Jahren Karriere. Die erste Single „KopfÜber“, die bereits im September 2019 erschien, hört sich bereits nach einem neuerlichen Hit an.

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