März 2020: Ausgewählte neue

 

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FaulenzA feat. Msoke

„Hier sind wir“

Out: seit 18.12.19

 

Info: Musikerin, Rapperin und Autorin FaulenzA hat sich für ihre neue Single einmal mehr mit dem wunderbaren queeren Reggae-Sänger Msoke aus Zürich zusammengetan. Beide Musiker_innen sind trans*. FaulenzA reflektiert in ihrem neuen, antirassistischen Song ihre eigene Privilegien als „Gewinnerin des Kapitalismus“ und fordert zu Solidarität und eigenem radikalen Handeln auf. „Hier sind wir“ gibt es hier zum Anhören: www.youtube.com/watch?v=W879u8qnAgw

 

weird-Interview mit FaulenzA s. Archiv Ausgabe Nr. 133 Januar 2019

Single-Tipps

Paris Calligrammes

(Real Fiction)

Dokumentation von Ulrike Ottinger

Frankreich 2019

 

Die 77-jährige lesbische deutsche Regisseurin, Malerin und Fotografin, gebürtig aus Konstanz, erhielt auf der Berlinale 2020 die Auszeichnung der „Berlinale Kamera“. Ihre neue Dokumentation hatte hier Premiere. Der Film ist eine autobiographische Reise in die 1960er Jahre als Ulrike Ottinger als junge Malerin in Paris lebte und zugleich eine Gesellschaftsstudie über die Umbrüche der Zeit.

Kinostart: 5.3.20

Waterproof

(Kloos & Co. Medien/Rise And Shine World)

Dokumentation von Daniela König

Deutschland 2019

 

Der Film begleitet die Freundinnen Khawla, Aisha und Rehab in Jordanien. Sie sind die ersten Klempnerinnen des Landes. Khawla als Vorreiterin und Lehrmeisterin hat eine Non-Profit-Organisation gegründet und sich so ihren Traum von der Selbstständigkeit erfüllt.

Kinostart: 5.3.20

 

Qiu Miaojin

„Aufzeichnungen eines Krokodils“

(Ulrike Helmer Verlag)

Roman, 366 S., broschiert

Out: 1.3.20

 

Info: Der neueste Roman der 1969 in Taiwan geborenen Autorin, Regisseurin und Psychologin erschien erstmals vor einem Jahr in deutscher Übersetzung. Jetzt gibt es eine Neuauflage im Ulrike Helmer Verlag der Übersetzung aus dem Chinesischen von Martina Hasse. In dem queeren Roman geht es um die Frage „Wer bestimmt, wer wir sind, wie wir leben und wen wir lieben?“ Die Autorin führt die Leser_innen für eine Antwort zurück in die 1980er Jahre, wo die Studentin Lazi in Taipeh in ihrer obsessiven Liebe zu ihrer älteren Freundin Shui Ling ein Mal zu viel eine Grenze überschreitet. Bei ihren Freund_innen, einer bunten Gruppen von Außenseiter_innen findet Lazi keine Zerstreuung. Doch dann steht plötzlich ein Krokodil vor ihrer Tür und hat eine Idee …

 

Mia.

„Limbo“ (Four Music/Sony)

Out: 27.3.20

Single: „Limbo“

 

Info: Die deutschsprachige Band um Sängerin Mieze Katz mit ihrem siebten Album in 20 Jahren Karriere. Die erste Single „KopfÜber“, die bereits im September 2019 erschien, hört sich bereits nach einem neuerlichen Hit an.

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Artefakt  Frauen machen Kunststücke

© 2007-2020 weird

Ausgabe Nr. 144

März 2020

Fotomotiv: weird Schriftzug in rot auf schwarzem Hintergrund (Postkarte, die in pinkfarbenen Erikablüten steckt).weird Facebook Logo mit Linkweird YouTube Logo mit Linkweird Twitter Logo mit Link

A queer perspective on womxn in pop culture

Zu queeren Themen in dieser Rubrik mit dem YouTube-Logo findet ihr Videofeatures auf weirds YouTube-Kanal PLAYLIST „3/2020 Artefakt …“

Anna Depenbusch

„Echtzeit“ (Liedland/Indigo)

Out: 6.3.20

Single: „Nimm mich zurück“

 

Info: Die Liedermacherin mit neuem Studioalbum. „Ich sehne mich musikalisch nach echten Augenblicken. So wie ich es am Klavier in meinen Konzerten mit dem Publikum erlebe. Ein unmittelbares Gefühl, das ich sehr liebe direkt im Kontakt“, so die Singer/Songwriterin und Pianistin. Dieses Gefühl einzufangen, widerzuspiegeln und auszudrücken versucht sie auf ihrem neuen Album.

CocoRosie

„Put On The Shine“ (Marathon Artists/Rough Trade)

Out: 13.3.20

Single: „Smash My Head“

 

Info: Siebtes Album der Schwestern Bianca und Sierra Casady. Das queere Duo verarbeitet darin in seiner typisch experimentellen, avantgardistischen Art und Weise Schmerz und Qual ein Trauma aufzuarbeiten und feiert die Möglichkeit auf etwas Neues, Wildes, auf Transformation.

Mandy Moore

„Silver Landings“ (Verve/Universal)

Out: 6.3.20

Single: „I‘d Rather Lose“

 

Info: Die US-Pop-Sängerin und Schauspielerin, zuletzt seit 2016 u. a. in einer der Hauptrollen in der Erfolgsserie „This Is Us“ zu sehen, veröffentlicht ihr erstes neues Album in 10 Jahren. Vor 20 Jahren feierte sie ihr musikalisches Debut. Am 10.4.20 wird Mandy Moore 34 Jahre alt.

U.S. Girls

„Heavy Light“ (4AD/Beggars/Indigo)

Out: 6.3.20

Single: „Overtime“

 

Info: Was die kanadische Musikerin Meg Remy aka U.S. Girls vor 10 Jahren als 1-Frau-DIY-Projekt begann, führt sie heute live mit 7-köpfiger Band und jetzt im Studio für ihr neues Album mit 20 Musiker_innen weiter. Ihr allererster ziemlich weirder DIY-Song ist ebenso auf dem Album vertreten wie 12 neue melodiöse Indie-Pop-Songs mit teils orchestralen Arrangements.

Bonsai Kitten

„Love And Let Die“ (Sunny Bastard/Soulfood)

Out: 13.3.20

Single: „Limit To Your Love“

 

Info: „Winziger“ Name, gewaltiger Sound - die Berliner Rockband um Sängerin und Bandgründerin Tiger Lilly Marleen mit dem fünften Album und verstärkten Metaleinflüssen.

Grouplove

„Healer“ (Atlantic/Warner)

Out: 13.3.20

Single: „Deleter“ TIPP

 

Info: Die US-Indie-Pop-Band um Sängerin und Keyboarderin Hannah Hooper mit ihrem vierten Album. Gleich die erste Single „Deleter“ geht ziemlich nach vorne los.

Lisa Bassenge

„Mothers“ (Herzog Rec./Soulfood)

Out: 13.3.20

Single: „Song To A Seagul (live)“

 

Info: Die deutsch-iranische Jazzmusikerin aus Berlin mit neuem Album. 2001 erschien ihr erstes mit ihrem Trio, 2006 ihr Solo-Debut. Das Album „ist den Müttern der Populärmusik gewidmet und enthält Stücke von Elisabeth Cotten, Irene Kitchings, Joni Mitchell, Lady Gaga, Billie Eilish und vielen anderen“, so Lisa Bassenge in einer Mitteilung auf ihrer Website an all ihre Freundinnen und auch Freunde und „gender bending friends“. Im April 2020 ist sie mit ihrem neuen Album auf kleiner Tour.

Maria McKee

„La Vita Nuova“ (Afar Rec./Cargo)

Out: 13.3.20

Single: „Effigy Of Salt“

 

Info: Die US-Singer/Songwriterin (55) aus LA war 1982 Gründerin der Country-Punk-Band Lone Justice. Keyboarder war damals kein Geringer als Tom Petty (R.I.P.) 1989 erschien ihr erstes Soloalbum. Ihr Song „Show Me Heaven“ wurde ein Jahr später zum Welthit.

Marianne Rosenberg

„Im Namen der Liebe“ (Telamo/Warner)

Out: 13.3.20

Single: „Im Namen der Liebe“

 

Info: Am 10.3.20 wird Marianne Rosenberg 65 Jahre alt. Mit 14 gewann sie einen Talentwettbewerb. Seitdem hat sie rund 1 1/2 Dutzend Schlagerpop-Alben veröffentlicht. Ihr Song „Er gehört zu mir“ wurde zum Klassiker in der schwulen Community.

Autor*innenkollektiv Fe.In

„Frauen*Rechte und Frauen*Hass“

(Verbrecher Verlag)

Sachbuch, 220 S. broschiert

Out: seit August 2019

 

Info: „Ant ifeminismus und die Ethn isierung von Gewalt“, so der Untertitel des Buches des Autor*innenkollektivs Feministische Intervention Fe.In

 

Nasrin Siege

„Asni“

(Ulrike Helmer Verlag)

Roman, 130 S., broschiert

Out: 5.3.20

 

Info: Roman um die 13-jährige Asni aus einer kleinen Stadt im äthiopischen Hochland, die Zweitfrau eines reichen Mannes werden soll. Ihr Vater zwingt sie in das Dorf des Mannes, doch Asni kann in die Stadt nach Addis Abeba flüchten, wo sie mit anderen Jugendlichen auf der Straße lebt. Doch dann erfährt sie, dass ihre kleine Schwester stattdessen Zweitfrau werden soll … Die iranische Kinderbuchautorin (Jahrgang 1950), die mit neun Jahren nach Deutschland kam, lebte bis 2016 fast drei Jahrzehnte in Tansania, Sambia, Tansania, Madagaskar und Äthiopien. Heute lebt sie wieder in Deutschland. Dies ist ihr zehnter Roman seit ihrem Debut 1990.

Marion Feldhausen

„Der Himmel so rot“

(Ulrike Helmer Verlag)

Roman, 208 S., broschiert

Out: 12.3.20

 

Info: Hauptkommissarin Sofia übernimmt in Duisburg die Ermittlungen im Fall um ein Gewaltverbrechen an einer jungen Frau, die vor ca. 30 Jahren ermordet wurde. Spuren führen sie nach Italien und zurück in die 1940er Jahre und zu einem Alt-Na zi, der heute in Deutschland Kontakte mit einem rech ten Motorradclub pflegt.

 

Sophie Reyer

„Zwei Königskinder“

(Czernin)

Roman, 144 S., gebunden

Out: 25.3.20

 

Info: Die Wiener Kinder- und Erwachsenenbuch-Autorin und Philosophin (Jahrg. 1984) mit ihrem neuen Roman. Eine Coming-of-Age-Geschichte, um die 13-jährige Käthe, die mit ihrem Vater allein in einem Dorf aufwächst und sich einsam und hässlich fühlt. Bei einer Chorprobe lernt Käthe schließlich Johanna kennen und erlebt neben Freundinnenschaft zum ersten Mal wieder das Gefühl von Geborgenheit und Zuhause … und plötzlich auch etwas Neues, etwas mehr ...

Aisha Badru

„Transcendence“ (Nettwerk)

Out: seit 7.2.20

Single: „Love Doesn‘t Fade“ TIPP

 

Info: Wow. Was für intensive, eindringliche Indie-Pop-Balladen auf ihrer neuen EP, was für ein intensiver Gesang der wundervollen Schwarzen New Yorker Musikerin!

Eliza Shaddad

„One Last Embrace“ (Ferryhouse/Believe Digital)

Out: seit 24.1.20

Single: „Girls“ TIPP

 

Info: 3-Track-EP der britischen Indie-Musikerin, die eine klassische Ausbildung als Jazzmusikerin und einen Master in Philosophie hat. Im Februar 2020 war sie mit Keane auf Tour. Im Herbst soll es ein zweites Full-Length-Album geben.

Katie Pruitt

„Expectations“ (Concord Rec.)

Out: seit 21.2.20

Single: „Loving Her“ TIPP

 

Info: Die queere Indie-Country-Sängerin, Songschreiberin und Gitarristin mit ihrem Debutalbum. Das hat sie in Nashville eingespielt. Ihre erst Single „Loving Her“ erschien am Internationalen Coming-out-Tag am 11.10.19 und ist, genau wie das dazu entstandene Video, ein Statement für die LGBTIAQ-Community.

Aunty Social

„The Day My Brain Broke“ (Nettwerk)

Out: 6.3.20

Single: „Trying“

 

Info: Debut-EP von Daniela Gitto aka Aunty Social aus Toronto. Die kanadische Indie-Musikerin Akzentuierter Synthie-Pop mit sehr persönlichen Texten über das Herauskämpfen aus einem toxischen Lebensalltag. Daniela Gitto wuchs mit einem deformierten Kiefer auf, was früh ihre Angst vor Menschenmengen prägte. Die Musik, die Kritik eines Juros bei einer Open Mic-Night und eine Kieferoperation halfen ihr ihre Unsicherheiten zu überwinden und schließlich selbstbewusst ihren musikalischen Weg zu gehen.

Worriers

„You Or Someone You Know“ (6131 Records)

Out: 6.3.20

Single: „Big Feelings“

 

Info: Die queere Indie-Musikerin Lauren Denitzio mit neuem, dritten Punk-Rock-Album. Waren die Worriers zwischenzeitlich mehr oder weniger zu einem Soloprojekt von Lauren Denitzio geworden, so sind sie nun wieder eine Band. Lauren Denitzio kommt aus New York, hat lange in Philadelphia gelebt und wohnt seit kurzem in Los Angeles

 

Little Dragon

„New Me, Same Us“ (Ninja Tune/Rough Trade)

Out: 27.3.20

Single: „Hold On“

 

Info: Queere Band aus Göteborg um die schwedisch-japanische Sängerin Yukimi Nagano. Nicer Indie-Dance-Sound.

Jessie Reyez

„Before Love Came To Kill Us“ (Island/Universal)

Out: 27.3.20

Single: „Love In The Dark“ TIPP

 

Info: Debutalbum der kanadischen Musikerin. Jessie Reyez ist eine der spannendsten Acts des Jahres. Ihre Debut-EP „Being Human In Public“ war 2020 für einen Grammy nominiert. Bereits 2016 erschien ihre mehrfach ausgezeichnete Single „Figures“. Ihr lässiger (Indie)Pop ist zugleich bezaubernd und in the face feminist as f*ck. U. a. war Jessie Reyez auch bereits Gast beim großen US-Lesbenfestival Dinah.

Waxahatchee

„Saint Cloud“ (Merge Rec.)

Out: 27.3.20

Single: „Lilacs“ TIPP

 

Info: Die US-Indie-Musikerin Katie Crutchfield ist Gründerin, Bandleaderin, Sängerin, Songschreiberin und Gitarristin der US-Band Waxahatchee. Feiner, down to earth Indie-Pop mit Americana-Anleihen. Katie Crutchfield und Band stehen seit Jahren für eine klare queere, feministische politische Haltung und Engagement, in ihrer Musik, bei ihren Konzerten und abseits davon.

Alicia Keys

„Alicia“ (RCA/Sony)

Out: 20.3.20 (VÖ verschoben!!!)

Single: „Underdog“

 

Info: Siebtes Album der New Yorker Queen of Soul. Alles, was die R&B-Ausnahme-Sängerin, Songschreiberin, Produzentin und Pianistin macht, ist einfach nur wunderbarste Kunst. Am 25.1.20 wurde Alicia Keys 39 Jahre alt.

Mélinée

„Alchimiste“ (Timezone)

Out: 20.3.20

Single: „Alchimiste“

 

Info: Die französisch-marokkanische jüdische Afro-Pop-Rock/Chanson-Sängerin, Songschreiberin, Pianistin und Akkordeonistin lebt heute in Berlin, weil sie die Stadt schon immer fasziniert hat. Dies ist ihr drittes Album.

Malia

„The Garden Of Eve“

(Musikproduktion Schwarzwald/Edel)

Out: 20.3.20

Single: „Hope“

 

Info: Die britisch-malawische Bluesmusikerin (Jahrg. 1978) mit ihrem siebten Album.

Haley Johnsen

„Golden Days“ (WorldSound)

Out: seit Mai 2019

Single: „Weekend“

 

Info: Wunderschönes Indie-Folk-Pop-Debutalbum der US-Sängerin, Songschreiberin und Gitarristin. Ihre Single „Weekend“ (feat. Allen Stone) und andere Songs hat sie in einer „London Session“ jüngst live im Studio eingespielt. Entstanden ist das Album „Live From Abbey Road“ (WorldSound), das am 27.3.20 erscheint.

Della Mae

„Headlight“ (Rounder/in-akustik)

Out: seit 28.2.20

Single: „Wild One“

 

Info: Die all-female Bluesgrass-Band um Gründerin Fiddlerin und Sängerin Kimber Ludiker mit ihrem vierten Album. Frontsängerin seit 2011 ist Celia Woodsmith. Die erste rockigere Single „Wild One“ ist ein Tribute für die Art von Frauen, die ganz sie selbst sind, ohne sich dafür entschuldigen zu wollen, so Della Mae.

Julia Miller-Lissner

„Anima“ (Redwinetunes/Rough Trade)

Out: seit 28.2.20

Single: „Das Meer und der Ozean“

 

Info: Die 5-Track-EP der vor allem als Kinderliederkomponistin bekannte Musikerin russischer Herkunft enthält emotionale, getragene deutschsprachige Lieder mit Klavier- und Streicherbegleitung. Nach einer tiefen persönlichen Krise in ihrem Leben, arbeitet Julia Miller-Lissner aktuell an einer Dokumentation. Diese soll die Geschichten von Frauen erzählen, „die sich dem Aufgeben abgewandt und den Sprung in ein glücklicheres Leben gewagt haben. Der Film soll Frauen, die kein Licht mehr sehen, Hoffnung und Mut geben, weiterzumachen.“

Ah-Mer-Ah-Su

„Incandescent Body“ (Ah-Mer-Ah-Su)

Out: seit September 2019

Single: „7-15-13“

 

Info: Die Schwarze trans* US-Sängerin, Schauspielerin, Tänzerin und Multi-Instrumentalistin Ah-Mer-Ah-Su präsentiert auf ihrem neuen Album 10 ihrer Songs u. a. von ihrem Debutalbum „Star“ (2018) in orchestraler Version sowie den Song „On“ in A-cappella-Form. Getragen, zwischen Dance und Pop.

 

Mehr zu Ah-Mer-Ah-Su s. diese aktuelle Ausgaber Nr. 144 März 2020 „Mosaik“

The Sounds

„Things We Do For Love“ (Arnioki Rec.)

Out: seit 28.2.20 TIPP

 

Info: Die schwedische Indie-Pop/Synthi-Pop-Band um out Sängerin Maja Ivarsson aus Malmö mit langersehnter neuer Single. Dem ersten neuen Output seit 2013. Das gleichnamige Album „Things We Do For Love“ haben The Sounds einen Tag nach Erscheinen der Single für den 1. Mai 2020 angekündigt, ebenso wie eine US-Tour im Mai. The Sounds sind eine der queeren Lieblingsbands der weird-Redaktion.

Die perfekte Kandidatin

(Neue Visionen)

Komödie von Haifaa Al Mansour

Saudi-Arabien 2019

 

Die saudi-arabische Regisseurin („Das Mädchen Wadjda“) mit ihrem neuen, vierten Spielfilm. Die Ärztin Maryam arbeitet in einem Krankenhaus in einer kleinen saudi-arabischen Provinzstadt. Als ihr eines Tages die Ausreise zu einem Kongress nach Dubai verweigert wird, weil ihr die Unterschrift eines männlichen Vormundes fehlt, wendet sie sich an ihren politisch aktiven Cousin. Der kandidiert gerade für das Amt des Gemeinderatvorstandes. Maryam beschließt kurzerhand selbst zu kandidieren. Denn nicht nur die gesellschaftliche Situation für Frauen, auch die matschige Krankenhauszufahrt bedarf dringend einer Verbesserung. Mit Mila Al Zahrani u. a.

Kinostart: 12.3.20

Berlin, Berlin - Der Film

(Constantin)

Komödie von Franziska Meyer Price

Deutschland 2019

 

JAAAAA!!! Ein Film zur ARD-Kultserie „Berlin, Berlin“!!! NEEEINNN!!! Lolle ist jetzt mit Hart liiert und will sogar heiraten!!!???!!! Doch Sven macht ihr vor dem Traualtar und allen Hochzeitsgästen einen Heiratsantrag. Lolle nimmt daraufhin Reißaus und einer ihrer berühmten Ausraster, diesmal vor Gericht, kostet sie 40 Sozialstunden in einer Schule. Dort lernt sie Jana kennen. Nach einer durchzechten Nacht finden die beiden sich im Harz wieder und machen sich auf die lebensverändernde Reise zurück nach Berlin. JAAAAA!!! Ein Wiedersehen gibt es ebenfalls mit der lesbischen Figur Rosalie!!! Mit Felicitas Woll, Sandra Borgmann, Janina Uhse u. a.

Kinostart: 19.3.20 TIPP Der Filmstart wurde aufgrund der aktuellen Pandemie verschoben!

Karen-Susan Fessel

„In die Welt“

(Querverlag)

Roman, 512 S., gebunden

Out: 1.3.20

 

Info: Dies ist ihr neuer Erwachsenenroman. Neils Freundin hat sich nach fast zwanzig Jahren für sie überraschend von ihr getrennt. Nach 30 Jahren Berlin beschließt sie ein Sabbat-Jahr einzulegen und in die norddeutsche Kleinstadt ihrer Jugend zu ziehen, wo ihre unkonventionelle Mutter noch lebt. Ein Roman ums Älter werden und wo und wie wir dann leben. Die lesbische Jugendbuch- und Erwachsenen-Autorin Karen-Susan Fessel (Jahrg. 1964) lebt selbst seit vielen Jahren in Berlin, kommt aus der Lübeck und ist in Meppen aufgewachsen.

Dorit David

„Unter ihren Augen“

(Querverlag)

Roman, 424 S., broschiert

Out: 1.3.20

 

Info: Der neue Roman der Autorin, die in Hannover lebt, spielt in im Deutschland der 1920er Jahre. Die 16-jährige Lieselotte feiert die neue gesellschaftliche Freiheit und strebt eine Unabhängigkeit als Tänzerin an. Zwischen ihr und ihrer lesbischen, in einer Beziehung lebenden Lehrerin Berta bahnt sich eine verhängnisvolle Affäre an. Nicht ungefährlich, vor allem auch, weil sich die Gesellschaft auf dem Weg in den Fasc hismus befindet.

 

Sina G. Sturm

„Mehr Schein als Sein“

(elles)

Roman, 240 S., broschiert

Out: 3.3.20

 

Info: Lesbischer Liebeskriminalroman mit Happy End Garantie. Hauptkommissarin Hannah aus Rostock ermittelt im Mord um die reiche Tote Niki, die mit ihrer Freundin in einer Hütte am Ostseestrand wohnte und sich mit Diebstahl verdingte. Eine Privatdetektivin verdreht Hannah derweil den Kopf ...

 

Die Supererbin

„Fuckin‘ dunkel“ (Spinnup)

Out: seit 28.2.20

 

Info: Leonie Scholl aka Die Supererbin mit ihrer neuen Single (feat. Moses Schneider). Ein cooler, treibender Elektro-Pop-Song, der ein bisschen etwas von Kraftwerks „Autobahn“ hat. Leonie Scholl ist Musikerin, Produzentin, Filmemacherin und Feministin. Ihre Musikvideos dreht und produziert sie alle selbst. Im April 2019 erschien ihre Dokumentation „Berlin 4 Lovers“, über Singles in Berlin. Ende Februar 2020 trat sie zuletzt im Rahmen der Berlinale auf.

Jessica Love

„Julian ist eine Meerjungfrau“

(Knesebeck)

Kinderbuch, 32 S., gebunden

Out: seit 21.2.20

 

Info: Das Vorlesebuch für Kinder ab 4 Jahren handelt von Julian. Julian ist Schwarz und lebt in New York mit einem engen Verhältnis zur Großmutter. Als Julian eines Tages in der U-Bahn drei als Meerjungfrauen verkleidete Frauen sieht, ist es Liebe auf den ersten Blick und Julian wäre fortan am liebsten selbst eine Meerjungfrau. Die Großmutter ermutigt Julian und nimmt Julian ganz so wie Julian ist … eine Meerjungfrau eben … Das wunderschön gezeichnete Debut-Buch der New Yorker Autorin und Illustratorin braucht nicht viele Worte, um eine warmherzige Geschichte über Geschlecht, Identität und Diversität zu erzählen. Das Buch erschien erstmals 2018 und wurde 2019 mit dem queeren Stonewall Book Award ausgezeichnet. Jessica Love selbst ist weiß, cis und hetera. Ihr Buch wird jetzt erstmals in deutscher Übersetzung von Tatjana Kröll veröffentlicht.

Mona Elt ahawy

„The Se ven Nec essary Si ns For Women And Girls“

(Beacon Press)

Sachbuch, 216 S., Englisch, gebunden

Out: seit September 2019

 

Info: Dies ist das aktuelle, zweite Buch der ägyptisch-amerikanischen Journalistin(52). Selbst Überlebende von sexueller Gewalt durch cis Männer ruft die mus limische Feministin, die in New York lebt, in ihrem Buch zum aktiven Handeln gegen das Patriarchat auf. Das Buch erzählt empowernde Geschichten marginalisierten Frauen und Aktivist_innen weltweit und wie sie ihre innere Wut nutzen, um die Grenzen von Race, Klasse, Glauben und Gender zu brechen. Es geht Mona Elt ahawy dabei nicht darum zu lehren, wie Frauen und Mädchen im Patriarchat überleben können, sondern darum, das Patriarchat gezielt zu dekonstruieren.

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