Seite 4

weird

© 2007-2018 weird

Mitte      Gesellschaft und Kultur

 

 

 

 

 

 

 

Über weird | Archiv

Weitere Notizen:

 

 

Aus Anlass des Tages der Kriminalitätsopfer findet am 22.3.18 der Vortrag #metoo: Sexismus und sexuelle Belästigung – Ursachen und Interventionen statt. Referentin ist Dr. Sandra Schwark, Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Fakultät für Psychologie und Sportwissenschaft an der Universität Bielefeld. Die Veranstaltung findet in der Universität (Raum X-E0-002) Bielefeld von 15.30 bis 17.30 Uhr statt. Unter dem Social Media-Hashtag #metoo haben in den USA seit Herbst 2017 betroffene Schauspielerinnen, die die sexualisierte Gewalt in der Filmbranche offen legten, eine weltweite Welle gegen sexualisierte Gewalt und Sexismus angestoßen.

 

Der Tag der Kriminalitätsopfer wurde 1986 in Schweden initiiert und seither jährlich am 22. März in vielen Ländern Europas begangen. Im Mittelpunkt stehen an diesem Tag Opfer von Gewalttaten sowie deren Angehörige. In Bielefeld haben sich verschiedene (Frauen)Vereine und (Frauen)Hilfsorganisationen 2003 zur Bielefelder Opferhilfe zusammengeschlossen. „Im Laufe der Jahre ist ein tragfähiges Netz entstanden, das sich dafür einsetzt, dass sowohl die Betroffenen selbst, als auch die Öffentlichkeit über das Thema Opferschutz informiert werden“, so die Verantwortlichen.

 

Online: www.bielefelder-opferhilfe.de

 

 

 

Das feministische österreichische Magazin an.schläge feiert 2018 35-jähriges Jubiläum. 8 Print-Ausgaben erscheinen jährlich. an.schläge beleuchte nach eigenen Angaben „das aktuelle politische, gesellschaftliche und kulturelle Geschehen aus einer konsequent feministischen Perspektive“. Dabei geht es den Macherinnen immer auch um „sozialen Protest“ und „Politik von unten“. Themen sind neben Politik u. a. Kunst, Pop, Arbeit, Körper, Sex, Selbstbestimmung. Leitende Redakteurinnen sind Katharina Payk und Lea Susemichel. Herzlichen Glückwunsch aus Bielefeld an sie und ihr Redaktionskollektiv in Wien! Die an.schläge mit eine Abo unterstützen könnt ihr hier: www.anschlaege.eu

 

Online: www.anschlaege.at

 

 

 

Am 18.3.18 ist in Deutschland der Equal Pay Day. Der Tag, an dem eine Frau vom 1.1.17 an gerechnet im Schnitt genauso viel verdient hat wie ein Mann in gleicher Position in nur einem Jahr 2017. Oder anders gesagt, sie hat 77 Tage unentgeltlich gearbeitet. Der Equal Pay Day markiert symbolisch diesen Tag und ist ein weltweiter Aktions- und Frauenrechtstag für die Lohngerechtigkeit von Frauen und Männern. Die Lohnlücke Frauen betreffend beträgt Berechnungen zufolge in Deutschland 21 % und hat sich somit seit Jahren wenig verändert. Gleicher Lohn für gleiche Arbeit ist ein Frauenrecht und auch wichtiger Teil der Forderungen zum Internationalen Frauentag am 8. März (s. oben).

 

Online: www.equalpayday.de

8. März

Internationaler Frauentag | Frauenkampftag

 

107 Jahre Internationaler Frauentag heißt es am 8.3.18. Der Tag, der besonders in queer-feministischem Kontext auch Frauenkampftag genannt wird, geht auf den August 1910 zurück, als über 100 Frauen aus 17 Nationen bei einer Internationalen Frauenkonferenz in Kopenhagen einen Internationalen Frauentag beschlossen, „um die Einführung des politischen Wahlrechts zu beschleunigen“. Ideengeberin war vor allem die deutsche Sozialistin Clara Zetkin. Der erste Internationale Frauentag fand am 19.3.1911 statt. 1921 wurde der 8. März zum Internationalen Frauentag erklärt.

 

Eine terminliche Übersicht zu allen Veranstaltungen in und um Bielefeld rund um den Internationalen Frauentag am 8. März 2018 gibt es in dieser Archiv-Ausgabe Nr. 125 März 2018 in der Rubrik „Lesbisch sein in …“

 

Frauenrechte sind - wie könnte es auch nur im Entferntesten anders sein - Menschenrechte. Die wieder erstarkenden Rechten wollen die ohnehin nicht gleichen gesellschaftlichen Chancen für Frauen weiterhin einschränken und bereits vorhandene diskriminierende Strukturen ausbauen. Aber es gibt weltweit eine immer stärker werdende feministische Bewegung. Und die lässt sich nicht mehr aufhalten.

 

Aktueller Punkt in der deutschen Frauenbewegung ist u. a. die Forderung der Abschaffung des §219a, der die „Werbung“ für Abtreibungen verbietet und somit ein Informationsrecht insbesondere durch Ärzt_innen von Menschen, die schwanger werden können, beschneidet. Zweiter aktueller Punkt ist die Forderung von Schutz von Frauen, Lesben, Bi, trans*, inter*, queers vor sexualisierter Gewalt und zur Sorge um die und Entschädigung derer, die Opfer von sexualisierter Gewalt geworden sind. Dazu gehört aber auch das zur Rechenschaft ziehen von männlichen Tätern und der Kampf gegen patriarchale Machtstrukturen. Aktuell angestoßen durch die #metoo-Aktion in den USA. (s. auch unten Veranstaltung zum Tag der Kriminalitätsopfer 22.3.)

 

Ob beim feministischen Kampf oder Feiern am Internationalen Frauentag, es geht immer auch darum, dass Frau sein und Frauenrechte nicht nur weiße gesunde nicht-behinderte heterosexuelle cis dya Frauen betreffen. Der Internationale Frauentag ist ein Tag für die Rechte von Frauen, Frauen mit Behinderung, queere, arme, lesbische, Schwarze, dicke, bi, trans*, Frauen of Color, die, die nicht der Geschlechterkategorie Frau zugehörig sind und dennoch als solche gelesen werden, und alle anderen Menschen, die es betrifft, auch.

 

Männer haben die Macht. Aber jetzt ist die Zeit der Frauen. Women‘s March, #metoo, Frauenvolksbegehren, empowernde Kinofilme, Frauen lassen sich nicht mehr aufhalten. Wir lassen uns nicht mehr aufhalten! Peace and love. And revolution!

Kämpferinnen: Clara Zetkin (Foto rechts, hier mit Rosa Luxemburg 1910) gilt als Ideengeberin für den Internationalen Frauentag, der am 19.3.1911 zum ersten Mal stattfand, seit 1921 dann bis heute am 8.3.

 

Veranstaltungen in und um Bielefeld rund um den Internationalen Frauentag am 8. März gibt es in dieser Archiv-Ausgabe Nr. 125 März 2018 in der Rubrik „Lesbisch sein in …“

21. März

Internationaler Tag gegen Rassismus

 

Rund um den Internationalen Tag gegen Rassismus am 21.3. finden in Bielefeld vom 1. bis 31.3.18 die 3. Aktionswochen „Rassismus - nicht mit mir!“ statt. Der Eintritt zu den verschiedenen Veranstaltungen ist i.d.R. frei. Am 2.3.18 liest u. a. die Autorin und Expertin für Vielfalt und Antidiskriminierung Tupoka Ogette aus Berlin aus ihrem aktuellen Buch „exit RACISM“ (Unrast, 8/2017, 3. Auflage 3/2018) in der Bielefelder Stadtbibliothek (s. Termine). Außerdem referiert Julia Mai-Anh Boger (Foto) von der Fakultät für Erziehungswissenschaften der Universität Bielefeld zum Thema „Alltagsrassismus und gewaltloser Widerstand“ am 1.3.18 um 18 Uhr im IBZ Bielefeld.

 

„Rassismus ist ein Verbrechen! Es müssen nicht immer größere, einschneidende Gewalttaten und offensichtliche Diskriminierungsfälle sein, die Menschen verletzen - oft sind es bereits Erfahrungen des Alltags“, so die drei Schirmherren, darunter der offen schwule Bielefelder Oberbürgermeister Pit Clausen (SPD) zu den Bielefelder Aktionswochen gegen Rassismus. „Diskriminierung und Rassismus haben viele Formen und Facetten wie Benachteiligung, verbale Beschimpfungen, respektloses Verhalten, abwertendes Betrachten oder gar körperliche Angriffe.“ Die Bielefelder Aktionswochen sollen Wege zu einem solidarischen, fairen, gleichstellenden alltäglichen gesellschaftlichen Miteinander sein.

 

Rassismus ist Alltagsrassismus, ist struktureller Rassismus, der tief in der Gesellschaft verankert ist, auch seitens der Politik und der öffentlichen Hand. Dazu kommen reproduzierte Stereotype und Klischees in den Medien und im Alltag, die den Rassismus mit all seinem Hass und seiner Hetze auf nicht weiße christliche Menschen in einer Zeit der wieder erstarkenden Rechten befeuern.

 

Für weiße Menschen gilt es, ihre gesellschaftlichen Privilegien zu sehen und zu reflektieren, eigenen internalisierten und den Rassismus im Alltag zu erkennen, abzulegen, anzusprechen, entgegenzutreten und People of Color in ihrem Kampf gegen Rassismus zu supporten. (Foto: www.mai-anh-boger.de)

 

Online/Programm:

https://ki-bielefeld.de/aktionswochen2018.pdf

 

Rassismus - Nicht mit mir: Im Rahmen der 3. Bielefelder Aktionswochen gegen Rassismus (1.-31.3.18) referiert u. a. Julia Mai-Anh Boger, queere Mitarbeiterin an der Fakultät für Erziehungswissenschaften der Universität Bielefeld, zum Thema „Alltagsrassismus und gewaltloser Widerstand“ um 18 Uhr im IBZ Bielefeld. Das komplette Programm der Aktionswochen hier.

 

Ausgabe Nr. 125

März 2018

weird

RSS News Feed

weird

YouTube-Kanal

weird

auf Facebook

Ihr befindet euch im Archivbereich:

 

Ausgabe Nr. 125

März 2018

Archiv