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A queer perspective on women in pop culture

Weitere Notizen im Februar 2021:

 

 

Der Lesben– und Schwulenverband in Deutschland, LSVD hat im Januar 2021 eine Broschüre veröffentlicht. Unter dem Titel „Selbst.verständlich Vielfalt. LSBTIQ gehören dazu“ werden die Ergebnisse des 4. Regenbogenparlaments vom September 2020 auf 24 Seiten präsentiert. Die Broschüre ist kostenlos erhältlich als Print-Exemplar oder online als pdf (Broschüre als pdf)

 

Online: www.lsvd.de

 

 

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Stellengesuch: Die ILGA (International Lesbian, Gay, Bisexual, Trans and Intersex Association), weltweiter Dachverband der Lesben-, Schwulen-, Bisexuellen-, Trans- und Intersexorganisationen mit Sitz in Genf, sucht eine_n Consultant für Content Design und Wireframe zwecks kompletter Überarbeitung und Redesign ihres Webauftritts. Bewerbungsschluss ist der 14.2.21.

 

Bewerbungsinfos online: https://ilga-europe.org

 

 

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Am 7.2. ist Black HIV/AIDS Awareness Day. AIDS ist eine Pandemie mit Beginn Anfang der 1980er Jahre. Das große Ausmaß an Toten, die diese Pandemie forderte und die Gefahr der Pandemie, war und ist breiten Teilen unserer heteronormativen Gesellschaften in den Anfangsjahren nicht immer direkt bewusst, da zu Beginn vor allem schwule und bisexuelle cis Männer betroffen waren, was zu einer starken Stigmatisierung führte und Homofeindlichkeit verstärkte. Die vielen schwulen Männer - Prominente, Brüder, Partner, Freunde -, die in den 1980ern und 90ern an AIDS starben, sind jedoch nicht vergessen und ihr Tot durch AIDS hat tiefe Narben in der LGBTIQA Community hinterlassen. Seit den 1980er sind rund 35 Millionen Menschen an der Krankheit gestorben. Allein 2018 infizierten sich 1,7 Millionen Menschen. Etwa 770000 starben. Mittlerweile betrifft HIV/AIDS Menschen aller sexueller Orientierungen. Neben Russland sind vor allem viele süd– wie mittelafrikanische Länder heute zahlenmäßig am stärksten betroffen. In westlichen Ländern betrifft es besonders Schwarze schwule Männer. Beispiel USA. Aber auch schwarze Frauen infizieren sich leichter. In den USA trifft vergangenen Zahlen zufolge fast 60 % der Neuinfektionen bei Frauen Schwarze Frauen. Die Neuinfektionsrate ist rund 15-mal höher als bei weißen Frauen. In Deutschland sind Migrant_innen besonders betroffen. Der Black HIV/AIDS Awareness Day am 7.2. soll ein Bewusstsein schaffen. Wie bei der aktuellen Corona-Pandemie ist das Risiko für Schwarze Menschen bei HIV/AIDS höher als bei weißen Menschen. Armut und Rassismus verschlimmern die Situation.

 

 

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Der Februar ist Black History Month. 1926, vor 95 Jahren, wurde der Black History Month von Carter G. Woodson in den USA ins Leben gerufen. Er dient dem Gedenken und Erinnern an Schwarze Personen, die die Kultur, Bewegung und Errungenschaften Schwarzer Menschen in Nordamerika geprägt haben. Dies geht nicht, ohne auf Rassismus und Rassismuserfahrungen aufmerksam zu machen. Der Black History Month hat über die letzten Jahre als Aktionsmonat auch eine zunehmende Bedeutung in Deutschland und international bekommen.

Queergehört: In der gleichnamigen Ringvorlesung referierte die queere Wissenschaftlerin Sabine Mohamed im Wintersemester 2020/21 zum Thema „Überlegungen zur Schwarzen feministischen Theorie und Intersektionaltiät“.

 

Featured auf weirds YouTube Kanal s. Playlist „2/2021 Artefakt …“

Schwarze Feminismustheorie & Intersektionalität

Queergehört | Vortrag von Sabine Mohamed

 

Sabine Mohamed, queere Schwarze Doktorandin am Institut für Ethnologie an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, hielt am 10.11.20 eine Ringvorlesung für Queergehört. Sabine Mohamed arbeitet am Max-Planck-Institut zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften in Göttingen und hat einen Master in Political Science, Anthropologie und Islamic Studies. Das Thema ihrer Vorlesung, die seit Januar 2021 auch auf YouTube zu sehen ist, heißt „Überlegungen zur Schwarzen feministischen Theorie und Intersektionalität“. Der Vortrag ist eine Einführung in das Thema Intersektionalität. Sabine Mohamed geht darin aber auch weiterreichenden Fragen nach wie „Müssen wir Intersektionalität und Schwarze feministische Positionen neu denken? Welche Potentiale verbergen sich hinter einem «letting go» (Nash 2019)? Die Namen Breonna Taylor, Sandra Bland und Christy Schwundeck stehen für gewaltvolle Hinterlassenschaften einer anti-Schwarzen patriarchalen Welt, was lehren sie uns heute?“ Der Vortrag endet mit Überlegungen zur Schwarzen feministischen Theorie.

 

Queergehört ist eine Ringvorlesung, die sich mit queer-feministischen und postkolonialen Inhalten befasst. Die Veranstaltungen sind öffentlich. Am 2.2.21 findet um 18 Uhr die letzte Veranstaltung für das Wintersemester 2020/21 online statt www.queergehoert.de (Foto: www.mmg.mpg.de)

 

Online: www.youtube.com/watch?

v=r9ekSoKqGOs&t=1293s

Ausgabe Nr. 155

Februar 2021

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