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A queer perspective on women in pop culture

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Weitere Notizen im Januar 2022:

 

 

 

 

_Am 7.1.22 wird es mit Bielefeld nimmt Platz: Solidarisch gegen Corona und rechte He tze eine Kundgebung geben. Die Kundgebung ist als Gegenveranstaltung zur an diesem Tag geplanten neuerlichen Anti-Coro na-Demo geplant. Die Anti-Coro na-Demo wurde zwar mittlerweile abgesagt, die Kundgebung vom Bielefelder Bündnis gegen Rechts „Bielefeld stellt sich que r“ findet trotzdem statt. Der Fokus liegt auf einer Online-Kundgebung. Bielefelder_innen sind aufgerufen sich zu beteiligen. Statements für die geplante Kundgebung mit leeren Stühlen, die die Online-Teilnehmer_innen symbolisieren sollen, vorm Bielefelder Rathaus, Petition, Plakate: So könnt ihr teilnehmen.

 

Online: bielefeldstelltsichqu er.wordpress.com

 

 

 

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Stellenausschreibung: Die LGBTIQ Organisation ILGA Europe sucht für ihr Büro in Brüssel eine_n Senior Programmes Officer (all genders) mit einem besonderen Fokus auf die Fähigkeit öffentliche Darstellung zu gestalten, Awareness zu fördern und öffentliche Standpunkte zu ändern. Die Stelle kann zunächst in Homeoffice angetreten werden bis die pandemische Situation anderes zulässt. Bewerbungsschluss ist der 10.1.22 (12 Uhr). Die ILGA Europe ist eine LGBTIQA Organisation für politische, rechtliche und soziale Veränderungen und hat über 600 Mitgliedsorganisationen in Europa und Zentralasien. Mehr zu diesem und weiteren aktuellen Jobangeboten der ILGA Europe auf ihrer Website.

 

Online: https://ilga-europe.org/jobs

 

 

 

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Mit dem Intersektionalen Diversity-Guide für Redaktionen veröffentlichte ein Bündnis von in Deutschland ansässigen Organisationen erstmals Anleitungen, Fakten und Checklisten für intersektionale Diversität in den Medien. Beteiligt an  Bündnis und Online-Guide sind u. a. der Lesben- und Schwulenverband in Deutschland LSVD und die Queer Media Society. Der Diversity-Guide ist seit dem 7.12.21 online unter mediendiversitaet.de. „Wenn Medien in den kommenden Jahren anschlussfähig bleiben wollen, sollten sie … mehr Vielfalt für alle schaffen. Wie das funktioniert, erklären Fachleute erstmals speziell für deutsche Medienbetriebe“, so die Macher_innen.

 

Online: www.mediendiversitaet.de

 

 

 

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Am 7.12.21 wurde der neue Pride Index veröffentlicht. 77 aus insgesamt 150 freiwillig angemeldeten großen und mittelständischen Unternehmen werden für ihre unternehmensinterne LGBTIQ+ Diversity und LGBTIQ+ freundliche Strukturen gerankt. Bis 2020 wurden allein 30 DAX Unternehmen bewertet und auch Negativbeispiele gelistet. Hinter der Erstellung des alten wie neuen Index steht die UHLALA Group. Geschäftsführer ist Stuart Cameron. Der organisiert seit vielen Jahren u. a. auch die Sticks & Stones LGBTIQ+ Job- & Karrieremesse und steht hinter weiteren LGBTIIQ+ Aktions- und Business-Projekten.

 

Online: https://uhlala.com/pride-index

 

 

 

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Kostenlos zu sehen ist seit 2021 der lesbische brasilianische Kurzfilm Amor Perfeito - Perfect Love (2019) im Original mit u. a. englischen Untertiteln.

 

Online: www.youtube.com/watch?v=EjUZjB9A5vM

Ausgabe Nr. 166

Januar 2022

Queere politische Änderung

2022, es geht voran!

 

Die neue Regierung der Bundesrepublik Deutschland ist seit Dezember 2021 im Amt. SP D, Die Grün en und FD P haben dabei in ihrem Koalitionsvertrag einige Änderungen beschlossen, die auch LGBTIQA-Menschen und ihre Rechte betreffen. Der Lesben- und Schwulenverband Deutschland LSVD hält den Koalitionsvertrag für „vielversprechend“ und hat die wichtigsten Punkte auf seiner Website, siehe Link unten, zusammengetragen. So soll es einen nationalen Aktionsplan geben. Das im letzten Jahr noch gescheiterte Selbstbestimmungsgesetz soll kommen und das bisherige Transsexuellengesetz ersetzen. Weiter soll es mehr Diskriminierungsschutz und mehr Bekämpfung von Hasskriminalität geben. Abgeschafft werden soll zudem der § 219a, der das Informationsverbot zu Schwangerschaftsabbrüchen verbietet. Geplant ist ebenfalls eine Reform des Familien- und Abstammungsrechts für queere Familien.

Im Dezember 2021 hat der Europäische Gerichtshof EuGH in Luxemburg hierzu bereits ein wegweisendes Urteil gesprochen und die Rechte von gleich*geschlechtlichen Elternteilen jetzt gestärkt. Die von einem EU-Staat anerkannte Eltern-Kind-Beziehung muss demnach auch von allen anderen Mitgliedsstaaten anerkannt werden. Das Herkunftsland eines leiblichen oder rechtlichen Elternteils muss außerdem die dortige Staatsangehörigkeit auch für das Kind anerkennen, woraus sich für beide Elternteile gleichermaßen ein Reise- und Aufenthaltsrecht mit dem Kind in diesem Land ergibt. Verhandelt wurde der Fall eines lesbischen britisch-bulgarischen Ehepaares, das in Spanien lebt. Bulgarien hatte die Ausstellung einer Geburtsurkunde für das Kind, die für Reisedokumente ins Land benötigt wird, verweigert. Es geht voran, und doch bleibt vieles offen und noch mehr noch mehr zu tun. Ende Dezember 2021 lehnte die neue Bundesregierung so z. B. eine inflationsangepasste Erhöhung der Hartz 4-Regelsätze und auch die völlige Abschaffung von Hartz 4-Sanktionen ab. Studien zeigen das LGBTIQA-Menschen stärker von Armut betroffen bzw. bedroht sind, besonders im Alter. (Foto: LSVD)

 

Online: www.lsvd.de

Queer 2022: Die neue Bundesregierung hat im Koalitionsvertrag wichtige Änderungen LGBTIQA-Rechte betreffend festgeschrieben. Viele haben dafür gekämpft. So auch der Lesben- und Schwulenverband Deutschland LSVD (Foto: lsvd.de). Es wird besser, aber es ist längst nicht alles gut. Wir bleiben dran.

 

 

Update 5.1.22: Erstmalig in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland hat die neue Bundesregierung aus SPD, Grünen und FDP einen „Beauftragten für die Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt (Queer-Beauftragter)“ berufen. Das Amt übernimmt der queere Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Sven Lehmann (Grüne, 42).