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A queer perspective on women in pop culture

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Weitere Notizen im März 2022:

 

 

Der Monat März ist ein besonders wichtiger Monat für die Rechte und Sichtbarkeit von Frauen. Der Monat März ist Women‘s History Month, vor allem in den USA, aber zunehmend auch hier gefeiert. Am 8.3. ist der Internationale Frauentag / Frauenkampftag. In Bielefeld wird es an diesem Tag eine Demonstration ab 17 Uhr ab Hauptbahnhof geben. Und am 7.3. ist 2022 der Equal Pay Day Deutschland. In Bielefeld gibt es von 12 bis 14 Uhr vor dem Alten Rathaus aus diesem Anlass einen Infostand. Forderung am Equal Pay Day ist die Lohngleichheit für Frauen sowie betroffene non-binary, trans und inter Personen.

 

Intersektional greifen im März für Frauen natürlich auch der Tag der trans Sichtbarkeit am 31.3., der Null-Diskriminierung-Tag am 1.3. und der Internationale Tag gegen Rassismus am 21.3. Am 21.3. beginnt zudem die LGBTIQA Gesundheitsawarenesswoche im Bi* Gesundheitsawarenessmonat März.

 

 

 

Queere und andere Aktions-, Gedenk- und Awarenesstage im März 2022

 

 

_Women‘s History Month, 1.-31.3.

 

_Bisexual Health Awareness Month, 1.-31.3.

 

_Zero Discrimination Day, 1.3.

 

_Equal Pay Day Deutschland, 7.3.22

 

_Internationaler Frauentag, Frauenkampftag, 8.3.

 

_Internationaler Tag gegen Rassismus, 21.3.

 

_LGBTIQA Health Awareness Week, ab 21.3.

 

_Day Of Trans Visibility, 31.3.

 

 

 

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Das Internationale Frauen Film Fest (IFFF) Dortmund+Köln 2022 findet vom 29.3. bis 3.4.22 statt. In diesem Jahr wieder mit Präsenzveranstaltungen, und zwar in Köln. Acht Filme internationaler Filmemacher_innen gehen im mit 10000 Euro dotierten „Internationalen Debüt-Spielfilmwettbewerb für Regisseurinnen“ an den Start. Das vollständige Programm des IFFF 2022 wird ab Mitte März 2022 auf der Website des Festivals bekannt gegeben. Fester Bestandteil in den letzten Jahren war immer auch die Sektion „begehrt! filmlust queer“ mit Genre übergreifenden Filmen, die sich mit sexueller Identität und Vielfalt auseinandersetzen. „Das Internationale Frauen* Film Fest Dortmund+Köln ist Deutschlands größtes Forum für Frauen* in der Filmbranche und präsentiert herausragende Filme von Frauen* aller Genres und Stilrichtungen. Seit fast 40 Jahren trägt das Festival aktiv dazu bei, dass Filme von Regisseur*innen mehr gesehen, geschätzt und kanonisiert werden“, so die Organisator_innen.

 

Online: www.frauenfilmfest.com

 

 

 

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Rund um den Internationalen Tag gegen Rassismus (21.3.) finden die 7. Bielefelder Aktionswochen gegen Rassismus 2022 vom 1.3. bis 30.4.22 statt. Es gibt zahlreiche Veranstaltungen wie einen Poetry Slam (24.3.22, Grüner Würfel, 19 Uhr), Vorträge, Diskussionen, Ausstellungen, Theater, Lesungen, Workshops und mehr. Organisiert werden die Aktionswochen vom Bielefelder Netzwerk rassismuskritischer Arbeit.

 

Programm: https://interkulturelles-bielefeld.de/

dee/aktionswochen-gegen-rassismus

 

 

 

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Am 25.2.22 kam es in Bielefeld zu einer spontanen großen Friedensdemonstration vor dem Alten Rathaus gegen Pu tin und den vom ihm geführten Krie g gegen die Ukraine, als Zeichen der Solidarität mit der Ukraine. Radio Bielefeld veröffentlichte u. a. eine Fotostrecke (Link s. unten.) Die Sparrenburg erleuchtete bereits am Tag des rus sischen Ei nmarsches 24.2.22 in den ukrainischen Landesfarben Blau-Gelb. Bielefelds offen schwuler Oberbürgermeister Pit Clausen hatte sich am 24.2.22 in einem offiziellen Statement gegen den Kr ieg ausgesprochen und seine Solidarität mit der Ukraine bekundet.

 

Online: www.radiobielefeld.de/fotos/2022/friedensdemo.html (Fotostrecke von Radio Bielefeld von der Friedensdemonstration 25.2.22)

 

www.bielefeld.de

 

 

 

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Der große europäische LGBTIQA-Organisationszusammenschluss ILGA Europe hat Spendenmöglichkeiten in der Ukraine, Polen und Deutschland zusammengestellt. Man sei in Kontakt mit Aktivist_innen und anderen Organisationen um LGBTIQA-Organisationen in der Ukraine sowie Menschen auf der Flucht zu unterstützen, so ILGA Europe.

 

Online: https://ilga-europe.org/support-lgbti-

people-ukraine

 

 

 

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Die LGBTIQA-Organisation OutRight Action International mit Sitz in New York sammelt weltweit Spenden für LGBTIQA in der Ukraine. Gespendet werden kann u. a. auch in Euro oder in Crypto-Währung. OutRight ist die einzige LGBTIQA-Organisation weltweit mit Consultant Status und einem dauerhaften Sitz im U N-Hauptquartier.

 

Online spenden: https://outrightinternational.org/

ukraine

Erster lesbischer Film der Ukraine

Kurzfilm „I Love Her“ von Darya Perelay (2013)

 

Der Kurzfilm „I Love Her“ (3:31 min.) der ukrainischen Regisseurin, Drehbuchautorin und Musikerin Darya Perelay gilt als der erste Film der Ukraine, der von einer lesbischen Liebesbeziehung handelt und als einer der ersten LGBTIQA-Produktionen des Landes. Der in Teilen in Schwarz-Weiß gedrehte Film von 2013 wurde erstmals bei den Lesbisch-schwulen Filmtagen in Hamburg im Oktober 2013 gezeigt, bevor er den Weg in die ganze Welt schaffte. Der lesbische ukrainische Kurzfilm handelt von den zwei jungen Frauen Nataly und Anna in der Metropole Kiew. Beide fühlen sich einsam. Straßenmusikerin Nataly ist frisch zugezogen und träumt von einer Musikkarriere. Jeden Tag steht sie an der selben Stelle in der Stadt und spielt für Tausende von Passant_innen. Eine davon ist die gehörlose Anna. Der knapp 4-minütige Kurzfilm ist kostenlos auf YouTube zu sehen (s. Link unten), mit wahlweise englischen, spanischen, italienischen und französischen Untertiteln. Am Ende des Films erscheint der Hinweis, dass im selben Jahr des Films, im Land das Gesetz erlassen wurde, wonach das Treffen der zwei Mädchen im Film als Straftat betrachtet wird und der Film Homosexualität bewirbt.

 

2017 machte Darya Perelay aus ihrem Kurzfilm einen sehr romantischen 93-minütigen Spielfilm in schönen Farbbildern und auf Englisch. Der in Spanien entstandene Film kann gegen Bezahlung gestreamt werden. (Foto: YouTube-Profilbild | Videostill | Pressefoto)

 

Online: https://youtu.be/M7UpPR2BRdE (Kurzfilm)

www.filmdoo.com/films/i-love-her (Spielfilm)

www.instagram.com/daryaperelay (Regisseurin)

Out first: Der Kurzfilm „I Love Her“ (Foto oben rechts) von der ukrainischen Regisseurin Darya Perelay (Foto links) war 2013 der erste lesbische Film in der Ukraine. 2017 machte Darya Perelay in Spanien aus ihrem mutigen Kurzfilm einen romantischen Spielfilm von internationalem Format (Foto unten). Beide Filme mit Natalie Ivanchuk in der Hauptrolle als Musikerin Nataly.

 

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Ausgabe Nr. 168

März 2022

Bedeutende Dichterin und Feministin

Lessja Ukrajinka

 

Am 25.2.1871 als Larysa Petrivna Kosach geboren, gilt die ukrainische Dichterin Lessja Ukrajinka bis heute als eine der bedeutendsten Lyriker_innen der Ukraine sowie der literarischen Strömung der Neuromantik. Ihr Portrait ziert heute u. a. die 200-Hrywnja-Banknote des Landes. Lessja Ukrajinka galt als Modernistin, was eine feministische Haltung einschloss. Möglicherweise war sie bisexuell. Nach dem Tod ihrer großen Liebe, dem weißrussischen Marxisten Serhiy Merzhynsky, heiratete Lessja Ukrajinka ihren langjährigen Freund Klyment Kwitka. Eine besondere Beziehung hatte sie jedoch auch zur Autorin Olha Kobyljanska. In ihren u. a. auch als homoerotisch gelesenen, was zur Zeit des modernistischen Stils nicht selten war, Briefwechseln diskutierten sie neben ihrer Freundschaft auch ihre gesellschaftliche Position als Frauen und Autorinnen. Mit 9 Jahren schrieb Lessja Ukrjinka ihr erstes Gedicht „Nadiia“, auf Deutsch „Hoffnung“. Mit 13 im Jahr 1884 wurden in einem Journal ihre ersten beiden Gedichte veröffentlicht. Darunter das Gedicht „Safo“, wir schreiben es Sappho. Ihre Mutter hatte die zwei Gedichte ihrer Tochter unter dem Pseudonym Lessja Ukrajinka an die Zeitschrift geschickt. Der Name blieb und ging in die Geschichte ein. Neun Jahre später, 1893 erschien ihre erste Gedichtsammlung „Nakrylach pisen“, zu Deutsch „Auf den Flügeln der Lieder“. Als Erwachsene schrieb Lessja Ukrajinka als Dichterin neben ihren Gedichten und Dramen auch Liedertexte, Balladen und Märchen. Ihre Werke waren von einer Sehnsucht nach Freiheit genährt, ebenso wie von einem gewissen Kampfgeist und Optimismus. Nach den revolutionären Ereignissen von 1905 schrieb sie vermehrt auch politische Satiren als Kritik gegen die Bourgeoisie.

 

Auch hatte Lessja Ukrajinka schon früh ein großes musikalisches Talent. Aufgrund einer Tuberkulose-Erkrankung, mit der sie seit ihrer Kindheit kämpfte, entschied sie sich jedoch gegen den musikalischen und für den literarischen Weg. Sie war Dichterin, aber auch Übersetzerin. Sie übersetzte u. a. Shakespeares „Macbeth“, Dantes „Inferno“ sowie Werke von Lord Byron und Gerhart Hauptmann, aber auch sozialistische Texte von Lenin, Marx oder Engels, um die ukrainische Sprache neben der vorherrschenden russischen populär zu machen. Der Teil der Ukraine, in dem Lessja Ukrajinka geboren wurde, gehörte zu ihren Lebzeiten zum Russischen Kaiserreich, was dem Leben dort zahlreiche Beschränkungen brachte. Ihre häufigen Kuraufenthalte in ganz Europa bis hin nach Ägypten zeigten ihr u. a. auch die Möglichkeiten einer freiheitlicheren Lebensweise. Lessja Ukrajinka starb am 1.8.1913 bei einem Kuraufenthalt in Georgien, das damals ebenfalls zum russischen Kaiserreich gehörte.

 

Online: www.encyclopediaofukraine.com

Bedeutend: Die ukrainische Dichterin und Feministin Lessja Ukrakjinka (1871-1913) gilt weltweit als eine der bedeutendsten Vertreter_innen der Neuromantik. Zu ihren zwei ersten veröffentlichen Gedichten im Alter von 13 Jahren gehört das Gedicht „Safo“ (Sappho). Am 25.2.22 wäre Lessja Ukrajinka 151 Jahre alt geworden.

 

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Spenden für LGBTIQA

Munich Kyiv Queer | Bündnis Queere Nothilfe Ukraine

 

Die Münchner Initiativgruppe Munich Kyiv Queer hat aufgrund des aktuellen kri egerischen Angriffs Rus slands auf die Ukraine Spendenaktionen mit ins Leben gerufen. „Wir unterstützen mit Spenden; außerdem leisten wir Soforthilfe für Menschen, die fliehen müssen“, so die Gruppe aktuell auf ihrer Website. Als Teil des „Bündnis Queere Nothilfe Ukraine (Alliance Queer Emergency Ukraine)“, dem verschiedene weitere LGBTIQA-Organisationen in Deutschland angehören, darunter u. a. der LSVD, Queer Amnesty, die Deutsche AIDS-Hilfe und Trans*Recht, hat man gemeinsam eine Spendenkampagne gestartet. „Jede Spende hilft und wird zu 100 Prozent zweckgebunden eingesetzt“, so Munich Kyiv Queer. „Unsere Freund*innen sind in Not. Es fehlt an allem! LGBTIQ*-Organisationen bauen jetzt Schutzeinrichtungen auf, in denen Lesben, Schwule, Bisexuelle, trans*, inter* und queere Menschen dauerhaft unterkommen, wenn sie Schutz suchen, Verpflegung und medizinische Versorgung brauchen.“ (Foto: Bündnis Queere Nothilfe Ukraine)

 

Informationen und Spenden:

 

https://munichkyivqueer.org

 

www.altruja.de/nothilfe-ukraine/spende

 

 

Update: Das Bündnis Queere Nothilfe Ukraine hat gemeinsam mit AllOut die Petition „Deutschland: Schutz für LSBTIQ* aus der Ukraine!“ ins Leben gerufen.

 

Informationen und Onlinepetition:

https://action.allout.org/de/m/d40dece4/

Spendenaktion: Als Teil des Bündnis Queere Nothilfe Ukraine (Queer Alliance Emergency Ukraine) hat die Münchner Initiativgruppe Munich Kyiv Queer gemeinsam mit dem LSVD, Amnesty Queer etc. eine Spendenkampagne ins Leben gerufen, um ukrainischen LGBTIQA-Organisationen und -Personen zu helfen. Unter www.altruja.de/nothilfe-ukraine/spende kann gespendet werden. Die Spenden sind zu 100 Prozent zweckgebunden, versichert Munich Kyiv Queer. Eine Spende direkt an Munich Kyiv Queer ist per PayPal an folgende E-Mail-Adresse möglich: conradbreyer - at - live.com #StopTheWar #StandWithUkraine #Peace

 

Update: Informationen und Onlinepetition des deutschlandweiten Bündnis Queere Nothilfe Ukraine zum besonderen Schutz von LGBTIQA Menschen aus der Ukraine. https://action.allout.org/de/m/d40dece4/

 

 

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