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Mosaik                        weird-Interview

 

 

 

 

 

 

Über weird | Archiv

Ausgabe Nr. 121

November 2017

10 Jahre weird

November 2007 - November 2017

Zeit geben

 

 

 

 

 

 

Interview

Andrea Schroeder

 

Interview: Christine Stonat (10/2017)

Fotos: Jürgen Josting

 

 

 

 

 

weird: Dein aktuelles drittes Album „Void“ (Glitterhouse) erschien im August 2016. Nach deiner Tour im Winter 2016 bist du mit deiner Band im November 2017 erneut auf Tour durch Deutschland. Was unterscheidet diese Tour inhaltlich von der letzten?

 

Andrea Schroeder: Besonders für das Konzert in der Nicolaikirche legen wir den Fokus auf ruhigere Songs und Arrangements. Wir spielen Songs vom neuen Album Void, aber auch viele aus den ersten beiden Alben und eventuell auch ein oder zwei ganz neue werden mit im Gepäck sein.

 

 

weird: Du lebst seit einigen Jahren in Berlin, kommst aber ursprünglich aus der Nähe von Bielefeld. Im Rahmen der kommenden Tour spielst du u. a. am 23.11.17 hier in der Altstädter Nicolaikirche. Eine Kirche als Konzertraum ist ja sicherlich etwas anderes als ein Club und vielleicht auch Besonderes. Worauf darf sich das Konzertpublikum freuen?

 

Andrea Schroeder: Ich freue mich schon sehr auf das Konzert in der Nicolaikirche. Kirchen strahlen etwas Ehrwürdiges aus, sie geben eine ganz besondere Atmosphäre der Ruhe und inneren Einkehr. Auch die Akustik verhält sich völlig anders als bei Club- oder Theaterkonzerten. Man muss den Songs die Zeit geben sich im Raum zu entfalten. Das ist sehr spannend, und ich erhoffe für die Zuhörer einen ganz besonderen Abend zu erschaffen, an dem Zeit und Raum still stehen werden.

 

 

weird: Im April 2014 warst du live zuletzt in Bielefeld und hast dort im (nicht nur) für Ostwestfal_innen „legendären“ Forum gespielt. Wie war das für dich?

 

Andrea Schroeder: Ich bin im Forum, zu damaliger Zeit noch in Enger, sozusagen musikalisch sozialisiert worden. Ich habe dort unter anderem ein ganz großartiges und mir bis heute unvergessliches Konzert von den Go-Betweens gesehen. Sie hatten mich vom ersten Ton, ich stand in der ersten Reihe und war völlig fasziniert von dieser wundervollen Band und ihren Songs. 2014 dann selbst auf der Bühne im Forum gestanden zu haben, war etwas ganz Besonderes für mich. Es war wie ein Nachhause kommen mit Musik als Dank für all die vergangene Zeit mit wundervollen Momenten und Erinnerungen, die mich zu der gemacht haben, die ich jetzt bin.

 

 

weird: Wie sah dein „musikalisches“ Leben zu deiner Zeit um und in Bielefeld aus? Es gab ja einige Musiker_innen aus der Nähe von Bielefeld, die in den späten 1980ern bis Mitte der 1990er aus der ostwestfälischen Provinz heraus in die Großstädte, vor allem nach Hamburg, gingen und dort „Schule“ machten. Blumfeld oder Die Braut haut ins Auge mit Bernadette La Hengst z. B., um nur zwei zu nennen. Gab es da bei dir auch Berührungspunkte zu der „Szene“?

 

Andrea Schroeder: Ich war in der Zeit in Ostwestfalen sehr oft auf Konzerten und in Clubs unterwegs – Forum Enger, das PC69, Falkendom, Glashaus, Musikbox und viele mehr. Das Ruhrgebiet war auch nicht weit weg, um besondere Künstler zu sehen. Freunde von mir spielten entweder selbst in Bands oder waren sehr musikinteressiert, und sie haben mich immer mit den neuesten Platten versorgt. Meine ersten Erfahrungen mit Songwriting hatte ich mit Roland Voss (‚Lemongrass’), der in Japan sehr erfolgreich ist. Im Forum habe ich hin und wieder Frank Spilker von ‚Die Sterne’ getroffen, den es nach Hamburg verschlagen hatte. Heute trifft man sich hin und wieder in Berlin. Die Musikwelt ist ein wildes Kollektiv auf der Welt verstreut und natürlich sind auch einige aus der damaligen Zeit in Berlin gelandet. Viele konnten ihre Träume auch langfristig verwirklichen. Auch Bernd Begemann, der brennende Junge, entstammt aus der Gegend, leider habe ich ihn nie persönlich kennen gelernt.

 

 

weird: Welche Musik hat dich zu der Zeit damals selbst beeinflusst?

 

Andrea Schroeder: Es war für mich die Zeit von Tom Waits, The Go-Betweens, Chris & Carla, The Smiths, Phillip Boa and The Voodooclub, New Model Army, Poems for Laila, Sinhead O’ Connor, David Bowie, David Sylvian, The Cure, Sisters of Mercy, This Mortal Coil, Depeche Mode, Anne Clark, Nick Cave and The Bad Seeds, Portishead, The Housemartins, Billy Bragg, Element of Crime und natürlich vielen mehr. Und dann hat mich natürlich auch alles beeinflusst, was DJs und Freunde aufgelegt haben – nichts bleibt ohne Nachhall – und ich befürchte sogar die Schlager, die mein Vater im Auto gehört hat als ich Kind war, waren nicht völlig ohne Nebenwirkung.

 

 

weird: Du lebst heute im Berliner Wedding. Dort wurde auch das Video zur Single „Void“ deines gleichnamigen aktuellen Albums „Void“ (2016) gedreht. Was magst du am Wedding?

 

Andrea Schroeder: Ich mag den Wedding, weil er so wild und ehrlich ist. Der Wedding ist ungeschminkt und manchmal rau, doch er ist auch bunt und warm. Gestern hat ein kleiner Nachbarsjunge von innen ans Fenster geklopft als ich im Hof vorbei ging. Ich habe ihm fröhlich zugewinkt, da zeigte er mir süß lachend seinen Mittelfinger. So in etwa ist der Wedding.

 

 

 

 

 

 

 

Interview: Christine Stonat (10/2017)

Fotos: Jürgen Josting

Rund alle 20 Ausgaben, so hat es sich über die letzten drei Jahre glücklich gefügt, freuen wir uns über ein Interview mit Indiemusikerin Andrea Schroeder (48). Dies ist das vierte weird-Interview mit ihr. Anlass diesmal ist ihre Tour im November 2017, bei der sie gemeinsam mit ihrer Band am 23.11.17 u. a. auch in Bielefeld und zwar erstmals in der Altstädter Nicolaikirche auftreten wird. Ihr aktuelles drittes Album ist „Void“ (Glitterhouse/Indigo), das am 26.8.16 erschienen ist.

 

Andrea Schroeder kommt gebürtig aus der Nähe von Bielefeld und lebt nach München und Kopenhagen heute mit ihrem musikalischen Partner und Lebensgefährten Jesper Lehmkuhl und Hund im Berliner Wedding. Ihr Plattenlabel nennt ihre Musik Pop Noir. Andrea Schroeder selbst hat bisher keine Bezeichnung für ihre Musik gefunden. Im aktuellen Interview sprach weird mit Andrea Schroeder u. a. über ihre frühe Zeit in und um Bielefeld, über musikalische Einflüsse, über das Leben im Berliner Wedding, ihre kommende Tour, ihr Konzert in der Altstädter Nicolaikirche und mehr.

 

 

Online: www.andreaschroedermusic.com

 

 

 

Live:

23.11.17, 20 Uhr, Altstädter Nicolaikirche, Bielefeld

 

Andrea Schroeder

„Void“ (Glitterhouse/Indigo)

Out: seit 26.8.16

Single: „Void“

 

 

 

Weitere Interviews mit Andrea Schroeder s. Archiv:

 

Ausgabe Nr. 66 April 2013

 

Ausgabe Nr. 87 Januar 2014

 

Ausgabe Nr. 107 September 2016

 

Interview-Steckbrief

- in eigenen Worten -

 

 

Name: Andrea Schroeder

Alter: zeitlos

Beruf: Musikerin

Wohnort: Berlin

Meine weirdeste Eigenschaft: Psychic Traffic Influencer

Foto: Jürgen Josting

Foto: Jürgen Josting

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