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Mosaik Notizen aus der Promi_welt

 

 

 

 

 

 

 

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Out im Ring: US-Wrestling-Star Sonya Deville ist die erste und einzige offen lesbische Profi-Wrestlerin im US-WWE-Wrestling-Sport. Im November 2018 sprach die 25-Jährige aus New Jersey in einem Interview erstmals exklusiv über ihr Coming-out vor drei Jahren und ihr Lesbisch sein im Profisport.

 

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Einzige out WWE-Wrestlerin

Sonya Deville

 

US-Wrestling-Star Daria Berenato, besser bekannt unter ihrem Ring Name Sonya Deville, steht seit 2015 bei WWE (World Wrestling Entertainment) als Profi-Wrestlerin unter Vertrag. 2017 gab sich die ehemalige Martial Arts Sportlerin ihren Ring Name Sonya Deville und stand jetzt im ersten Jahr im Rampenlicht der renommierten SmackDown Wrestling-Shows. Die 25-jährige, die italienische Eltern hat und in New Jersey aufwuchs, ist die erste und einzige offen lesbische Profi-Wrestlerin im WWE-Zirkus. In einem exklusiven Interview mit dem Sender Sky Sports sprach sie im November 2018 erstmals öffentlich über ihr Coming-out und darüber wie es für sie als offen lesbische Wrestlerin im Profi-Sport ist. Sonya Deville hatte sich vor drei Jahren geoutet als sie in einer Live-TV-Übertragung von den Kampfrichtern im Ring gefragt wurde, ob sie in einer Beziehung sei. „Ich hatte zu der Zeit eine Freundin“, erinnert sich Sonya Deville jetzt im aktuellen Sky Sports-Interview. „Ich dachte: ‚Was soll ich tun … die Wahrheit sagen, richtig!?‘ Und so sagte ich: ‚Ja, ich habe eine Freundin, aber sie ist noch nicht meine Frau‘ … Es war sicherlich nicht geplant, aber ich bin dankbar, dass es passierte, denn danach habe ich nicht nur eine neue Vorstellung davon bekommen, was es bedeutet offen und ehrlich zu mir selbst zu sein, sondern ich habe auch das Gefühl, dass es mir geholfen hat, andere Menschen zu inspirieren.“ Sky Sports ist Mitglied des (britischen) Unternehmens-Netzwerkes TeamPride der britischen Stonewall Organisation und unterstützt LGBTIQ-Rechte und Athlet_innen im Sport. So u. a. auch die Regenbogenschnürsenkel-Kampagne (Rainbow Laces). Der 28.11. ist der offizielle Rainbow Laces Day. (Foto: WWE/SmackDown)

 

Online: www.facebook.com/wwesonyadeville

Rafiki

Sam Mugatsia, Wanuri Kahiu & Sheila Munyiva

 

Die kenianische Schauspielerin und Musikerin Samantha Mugatsia (25) aus Nairobi spielt an der Seite von Sheila Munyiva die Hauptrolle in dem kenianischen Spielfilm „Rafiki“ (MPM Premium/Salzgeber, 2018). Der neue lesbische Film ist der zweite Spielfilm der bedeutenden kenianischen Regisseurin und LGBTIQ Aktivistin Wanuri Kahiu (www.wanurikahiu.com). Ihr Spielfilmdebut hatte sie 2008 mit „From A Whisper“. Von dem Film „Rafiki“ träumte sie ebenso lange. Jetzt ist er endlich Realität geworden. Gesellschaftskritisch, hochpolitisch, lesbisch, feministisch, wegweisend und in wunderschönen Bildern anrührend erzählt. Der Film ist international preisgekrönt und schreibt zugleich Geschichte, denn er ist der erste kenianische Spielfilm, der 2018 bei den Filmfestspielen in Cannes gezeigt wurde. In Kenia wurde der international preisgekrönte Film wegen „homosexueller Propaganda“ verboten. Im September 2018 wurde das Verbot richterlich zeitweilig aufgehoben. Der Film kann damit in Kenia aufgeführt werden, was wichtig ist, um die Kriterien für eine mögliche Oscar Nominierung 2019 zu erfüllen. „Rafiki“ ist Swahili und heißt „Freundin“. Der gleichnamige Film handelt von den beiden jungen Frauen Kena (Sam Mugatsie) und Ziki (Sheila Munyiva), die sich in einem Straßencafé in Nairobi kennen lernen und verlieben. Ihre beiden Väter sind Politiker und treten gerade in den lokalen Wahlen gegeneinander an. Ihre Familien sind fest verwurzelt in religiösen und heteronormativen Traditionen, die politische Situation für Lesben ist gefährlich im Land.

 

Sam Mugatsia ist in Kenia geboren und aufgewachsen. Durch ihr Filmdebut in „Rafiki“ wurde sie national und international fast über Nacht bekannt. „Ich gehe nicht viel aus“, sagt Sam Mugatsia in einem aktuellen Interview mit dem queeren US-Onlineportal autostraddle. „Aber wenn ich ausgehe, sehe ich, dass die Leute mich ansehen und danach Fragen Fotos machen zu dürfen. Ich bin so ‚Sorry, ich mache so was nicht.‘ Ich weiß nicht, wo all diese Fotos gepostet werden. Von mir gibt es genug Fotos überall.“ Sam Mugatsia modellte u. a. für hippe junge Fashion. Außerdem ist sie Schlagzeugerin in der Band Yellow Light Machine und arbeitet gerade am ersten Album. (Foto links: „Rafiki“, MPM Premium/Salzgeber 2018 | Foto rechts: https://twitter.com/wanuri)

 

Online: https://twitter.com/S_Mugatsia

 

https://twitter.com/sheila_munyiva

 

www.wanurikahiu.com

Wegweisend: Schauspielerin und Musikerin Sam Mugatsia aus Nairobi (Foto links, links mit Filmpartnerin Sheila Munyiva rechts) feiert in dem gesellschaftskritischen lesbischen Spielfilm „Rafiki“ (2018) der kenianischen Regisseurin Wanuri Kahiu (Foto rechts) ihr Filmdebut. Ihr musikalisches Debutalbum mit ihrer Band Yellow Light Machine soll bald folgen.

 

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Black, Queer, Muslim

Blair Imani

 

Die US-Journalistin und Aktivistin Blair Imani gehört zu den wichtigsten und einflussreichsten queeren, Schwarzen, muslimischen Stimmen der Gegenwart. Blair Imani ist Gründerin und Geschäftsführerin der Non-Profi-Organisation Equality for HER. Eine Bildungsplattform für Frauen, Mädchen und non-binary Menschen. Als politische Journalistin schreibt sie u. a. für die Huffington Post, Vice, Teen Vogue und viele andere Zeitungen und Medien mehr. Sie war Gastdozentin an den renommierten Universitäten wie u. a. von Yale und Harvard. Im Oktober 2018 erschien ihr erstes Buch „Modern HERstory: Stories of Women and Nonbinary People Rewriting History“ (Ten Speed Press, s. auch diese Ausgabe Nr. 132 Dezember 2018 „Artefakt“). Darin erzählt Blair Imani die Geschichten von 70 Frauen, Mädchen und non-binary Menschen, die mit ihrem Wirken die Welt verändern. Von Black Lives Matter Aktivist_innen bis zu Bürger_innenrechtsaktivist_innen und Stonewall Riot Kämpfer_innen. Sie sind queer, trans*, Schwarz, of Color, gläubig, jung, mit Behinderung. Das Buch gibt einen Blick in die moderne Geschichte von Frauen und Non-Binaries und soll andere Marginalisierte empowern und zum Handeln inspirieren.

 

Seit 2016 spricht Blair Imani auf öffentlichen Bühnen. Ihr öffentliches Coming-out hatte sie im Juli 2017 bei einem Auftritt im US-Fernsehen. Seither arbeitete sie u. a. auch mit der LGBTIQ-Rechtsorganisation GLAAD zusammen. Am 31.10.18 wurde Blair Imani 25 Jahre alt.

(Foto: Anto inette Br ock)

 

Online: www.blairimani.com

Out 100: Die queere Schwarze muslimische US-Journalistin und Aktivistin Blair Imani zählt zu den wichtigsten out Stimmen der Gegenwart. Ihr Engagement gilt Frauen, Mädchen und Non-Binaries. Im Oktober 2018 erschien ihr erstes Buch „Modern HERstory: Stories of Women and Nonbinary People Rewriting History“.

 

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Ausgabe Nr. 132

Dezember 2018