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Mosaik Notizen aus der Promi_welt

 

 

 

 

 

 

 

Über weird | Archiv

Premiere der neuen Staffel: Die international erfolgreiche lesbische Fernsehserie The L Word (2004-2009) startet ihre Neuauflage „The L Word: Generation Q“ am 8.12.19 beim US-Sender Showtime. Sie soll diverser und queerer sein, mit alten und neuen Charakteren.

 

Featured auf weirds YouTube Kanal s. Playlist „11/2019 Artefakt …“

Comeback

The L Word: Generation Q

 

Am 8.12.19 hat die erste Folge der ersten neuen Staffel von „The L Word: Generation Q“ US-Premiere beim Sender Showtime. Tatsächlich, ja, nach langem Warten, Hoffen und Bitten der Fans ist die erste und einzige international erfolgreiche lesbische US-Serie der Fernsehgeschichte The L Word jetzt zurück. Mit „Generation Q“ bemühen sich die Macher_innen um out Regisseurin Ilene Chaiken diverser und queerer zu sein als in der Original-Serie, die vom 18.1.2004 bis zum 8.3.2009 lief. Mit dabei in der mit Spannung erwarteten Neuauflage sind sehr zur Freude der Fans altbekannte Stars wie Jennifer Beals (Bette), Leisha Hailey (Alice) und Kate Moennig (Shane). Aber es gibt auch viele ganz neue Charaktere, gespielt u. a. von Fortune Feimster, Stephanie Allynne, Olivia Thirlby und Latarsha Rose.

 

Die Serie „The L Word“ war Mitte der 2000er bahnbrechend und einzigartig. Die Serie und ihr großer Erfolg waren es, die vielen weiteren lesbischen und queeren Serien und Seriencharakteren in zuvor ausschließlich mit heterosexuellen Charakteren besetzten Serien den Weg ebneten. Leider gibt es - außer mit „Orange Is The New Black“ - seit 2009 im TV keine weitere lesbische oder mit Frauen, trans* besetzte queere Serie, doch aufgrund von The L Word haben Regisseur_innen, international, aber besonders in den USA, begonnen zahlreiche Mini-Webserien zu produzieren. Überwiegend als Comedy oder Dramady. Die erste und einzige deutsche lesbische Webserie war mit „Emma Stahl“ 2009 ff geplant, kam aber nie zustande. Eine umfassende Übersicht (ohne Garantie auf Vollständigkeit) internationaler lesbischer, queerer Webserien gibt es bei weird seit vielen Jahren in der Rubrik Regelmäßige Termine / WebSerien. (Foto: The L Word: Generation Q, Showtime)

 

Online: www.sho.com/the-l-word-generation-q

12 JAHRE weird

Ausgabe Nr. 141

November /

Dezember 2019

Kalender 2020

Riot Skirts

„Queerfeministischer Taschenkalender 2020“

(edition assemblage)

Taschenkalender, 240 S., gebunden

Out: seit 2019

 

Info: Das DIY-Projekt des „radikal herrschaftskritischen“ Kollektivs um die queer-feministische Gruppe Riot Skirts aus Bonn (www.riot-skirts.de) erstellt den Taschenkalender seit 2009. Mit dem Kalender wollen sie sich gegen patriarchale Mächte sowie sexistisches, homo- und transfeindliches Verhalten zur Wehr setzen. „Die Gruppe verkörpert ein sinnliches geschlechterkritisches Konzept, engagiert sich gegen die vielfältigen Formen sexualisierter Gewalt und alle Formen der Unterdrückung und Ausgrenzung“, so die Macher_innen von Riot Skirts.

Luise F. Pusch

„Berühmte Frauen. Kalender 2020“

(Reclam)

Taschenkalender, 208 S., gebunden

Out: seit 2019

 

Info: Der Klassiker unter den Frauentaschenkalendern. 2016 feierte er 30-jähriges Jubiläum. Verfasserin ist die lesbische, in OWL geborene Autorin und Linguistin Luise F. Pusch, die sich u. a. intensiv mit Frauenbiographien und -Forschung beschäftigt (www.fembio.org). Diesmal stellt sie in ihrem Kalender Anne Brontë, Susan B. Anthony, Nancy Pelosi, Marlen Haushofer, Florence Nightingale, Andrea Nahles, Helen Mirren, Dorothea Schlözer, Hannie Schaft, Chantal Akerman, Ninon de Lenclos und Anna Maria Mozart. u. a. berühmte und weniger bekannte, Frauen aus Gegenwart und Geschichte vor.

Gisela Notz & Meral Akkent (Hgs.)

„Frauenkalender 2020 Wegbereiterinnen XVIII“

(Verein zur Förderung der sozialpolitischen Arbeit)

Wandkalender, DIN A3

Out: seit 2019

 

Info: Der Monatskalender der Historikerin Gisela Notz erscheint zum 18. Mal. Vorgestellt werden in diesem Jahr einmal mehr internationale bekannte oder auch noch weniger bekannte darunter auch queere Wegbereiter_innen der emanzipatorischen Frauenbewegung.

 

Brigitte Ebersbach

„Der literarische Frauenkalender 2020“

(Ebersbach & Simon)

Kalender, 56 S.

Out: seit 2019

 

Info: „Die Goldenen Zwanziger“, so das Thema des neuen Frauenwandkalenders. Der Wochenkalender zeigt 2020 einmal mehr 53 geschichtsträchtige Frauen in Zitaten, Biografien und Fotografien, darunter Josephine Baker, Louise Brooks, Marlene Dietrich, Hannah Höch, Erika Mann und Ruth Landshoff-Yorck.

Susanne Nadolny (Autorin) / Harenberg (Hg.)

„Ich bin ich. Gedanken berühmter Frauen 2020“

(Harenberg)

Kalender, 54 S.

Out: seit 2019

 

Info: Der Kalender enthält neben Fotos, Gedanken, Gedichte und Tagebucheinträge sowie biografische Informationen 53 berühmter Künstlerinnen, Wissenschaftlerinnen, Aktivistinnen und weiterer Frauen, darunter 2020 Maria Theresia, Ingrid Bergman, Aenne Burda, Toni Morrison und Rigoberta Menchú.

Florence Hervé / Melanie Stitz

„Wir Frauen 2020“

(PapyRossa Verlag)

Taschenkalender, 240 S., broschiert

Out: seit 2019

 

Info: Der Tagestaschenkalender der feministischen Zeitschrift „Wir Frauen“ feierte 2019 40-jähriges Jubiläum. 2020 werden Frauen mit „rundem“ Geburtstag portraitiert: Liselotte Rauner, Benoîte Groult, Marlen Haushofer und Yvette Z Graggen, die Brasilianerin Clarice ­Lispector und die aus Polen stammende Französin Anna Langfus, US-Tänzerin Anna Halprin, die DDR-Malerin Ingeborg Weigand, die griechische Sängerin Melina Mercouri und die Kabarettistin Lore Lorentz, Annie Londonderry, die als erste Frau die Welt mit dem Fahrrad umrundete. Dazu gibt es das „Kleine Lexikon“ mit Informationen zu Schriftstellerinnen und Schauspielerinnen gewidmet, die vor dem Hitlerfaschismus flüchten mussten, wie Hannah Arendt, Hilde Domin, Lisa Fittko, Mascha Kaléko, Maria Leitner, Anna Seghers oder Helene Weigel. Dazu gibt es wie immer zahlreiche Fotografien, Karikaturen und mehr.

Missy Magazine

„2020“

(Ebersbach & Simon)

Kalender, 56 S.

Out: seit 2019

 

Info: Popkultur meets politics … Der beliebte jährliche Wochenkalender mit Portraits von Feminist_innen aus Musik, Film, TV, Literatur und Politik, darunter in diesem Jahr Lily Allen, Ebony Bones, Judith Butler, Leïla Slimani u.v.a.

Feministisch, queer: weird stellt auch zum Ende dieses Jahres wieder sieben Jahreskalender für das kommende Jahr vor. Ob Wochen- oder Monatskalender, Taschen- oder Wandkalender, ob politisch oder poetisch, gemeinsam haben alle Kalender auch für 2020 wieder, dass sie die Biografien bekannter und weniger bekannter Frauen in den Fokus rücken.

 

Einzig der queer-feministische Taschenkalender von Riot Skirts bildet hier eine Ausnahme. Hier geht es auch in diesem Jahr um Empowerment und queer-feministischer Kritik an patriarchalen Mächten sowie sexistischem, homo- und trans*feindlichem Verhalten und diskriminierenden Strukturen.