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Mosaik Notizen aus der Promi_welt

 

 

 

 

 

 

 

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Lesbian Jesus: Im November 2019 veröffentlichte die Musikerin, Schauspielerin und lesbische Ikone Hayley Kiyoko ihre neue Single „L.O.V.E. Me“.

 

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Neue Single

Hayley Kiyoko

 

Die US-japanische Pop-Musikerin und Schauspielerin aus Los Angeles ist eine Ikone. Ihre Fans nennen sie auch „Lesbian Jesus“. Seit ihrem öffentlichen Coming-out als sie 2015 ihren Song „Girls Like Girls“ nebst Video mit queerem Statement veröffentlichte, gilt Hayley Kiyoko (28) als eine der einflussreichsten LGBTIQ-Musiker_innen unserer Zeit. Zugleich nutzt sie ihre Musik und Reichweite seither für LGBTIQ-aktivistische Zwecke. Millionen junger queerer Frauen, besonders auch wie Hayley Kiyoko selbst asiatischer Herkunft, verfolgen ihre Karriere, lieben sie, ihr Engagement und ihre Musik und Schauspielkunst, vergöttern sie, beten sie an, verehren den Boden, auf dem sie läuft. 2018 erschien nach drei EPs (2013 bis 2016) ihr lang erwartetes Debutalbum „Expectations“ (Atlantic/Warner, Foto: Album-Cover). Die Single „Curious“ allein hat über 23 Millionen Views auf YouTube. Zuletzt erhielt Hayley Kiyoko 2019 u. a. den Youth Innovator Award der LGBTIQ-Organisation The Trevor Project. Im November 2019 erschien nun mit „L.O.V.E. Me“ eine brandneue (Nicht-Album-) Single, die schnell zum neuerlichen Hit wurde.

 

Online: www.hayleykiyokoofficial.com

 

Ausgabe Nr. 142

Januar 2020

Audienz: Die lesbische Aktivistin Ja y ne Oza nne veröffentlichte 2018 ihre Autobiographie „A Journey To Self-Acceptance“. Im November 2019 traf sie Pa pst Fran ziskus und überreichte ihm neben ihrem Buch auch eine Studie ihrer Stiftung mit dem Beleg über die psychischen Auswirkungen der gewaltvollen Kon versi onstherapie. In Deutschland wurde diese Ende des Jahres 2019 für Kinder und Jugendliche verboten, für Erwachsene bleibt sie weiterhin erlaubt, wenn diese ihr zustimmen.

 

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Audienz

Jay ne Oza nne

 

Es hat ein neues Jahrzehnt begonnen. Und doch, auch in Deutschland ist sie heute immer noch Thema, die Konv ersio nstherapie oder auch sogenannte „Ump olungstherapie“. Diese kommt aus kons ervativen eva nge likalen Kreisen und wird vor allem bei Jugendlichen angewandt, um sie von ihrem Nicht-Heterosexuellsein zu heilen. Und ja, auch in Deutschland. Und das ist Gewalt. Gewalt, die mit starken psychischen Schäden und nicht selten mit dem Selbstmord der Betroffenen endet. In Deutschland sollte diese Therapie jetzt zum Jahresende 2019 gesetzlich verboten werden. Ein Verbot konnte jedoch nur für Kinder und Jugendliche durchgesetzt werden. Für Erwachsene ab 18 Jahren bleibt sie weiterhin erlaubt, allerdings nur mit eigener Zustimmung. Ein Skandal, der jedoch kaum öffentlich Beachtung fand. Der Einfluss auf Politik und Gesellschaft seitens evan gelik aler Kon servativer ist immens. Auch in Deutschland. Sie sind radikal und gefährlich. Der LSVD befasst sich seit Jahren damit.

 

Aktivistin Ja y ne Oza nne hat diese gewaltvolle Therapie am eigenen Leib erfahren. Alles hat die in eva ngeli kalem Umfeld aufgewachsene Britin versucht, um gegen ihr Lesbisch sein anzukommen. Heute lebt die Christin offen lesbisch und engagiert sich als Aktivistin für die Rechte der LGBTIQ-Community. 2018 erschien ihre Autobiographie „Just Love: A Journey To Self-Acceptance“ (Foto: Coverfoto). Eine lange Reise, die sie am Ende zu einer aktivistischen Karriere führte. Am 14.11.19 traf die lesbische Aktivistin nun Pa pst Fran ziskus und überreichte ihm nicht nur ihre Autobiographie, sondern auch eine Studie ihrer Stiftung, die die Folgen der Gewalt der Konv ersionstherapie belegt. 2018 hatte sie die Stiftung Oz anne Foundation gegründet, mit der sie gemeinsam mit religiösen Organisationen weltweit gegen Diskriminierung und Gewalt gegen LGBTIQ kämpft, für Vielfalt und Gleichstellung. Ein Hauptaugenmerk liegt auf dem Verbot der Konv ersio nstherapie. Unterstützung hat sie in ihrer Heimat jetzt von der Englischen Kirche bekommen. Zufall oder erste Wirkung? Wenige Tage nach dem Treffen mit Ja y ne Oza nne hielt der Pa pst eine Anti-Hass-Rede, zeigte sich besorgt über Konv ersio nstherapien, gedachte neben anderen Verfolgten betroffenen Homosexuellen im Na zi-Regime und zog damalige Vergleiche zu der heutigen „Has skultur“. Pap st Fran ziskus hatte bislang öffentlich eher wenig LGBTIQ-freundliche Haltung gezeigt. Und auch Vergleiche mit Na zis und Na zizeit scheute er in anderen Zusammenhängen nicht, z. B. bei seiner Haltung gegen Abt reibung.

 

Online: www.jayn eozanne.com