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Frauen

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Am 8.3. ist der Internationale Frauentag. Feministischer wie queerer Kampf- und Streiktag. Viele Menschen scheinen jedoch zunehmend verunsichert und genervt, sollen sie doch nach dem Willen von Aktivist_innen ihre Definition von „Frau“ überdenken und anpassen. Ja, gibt‘s denn so was!? Na ja, ehrlich gesagt, gab es „so was“ schon immer. Überraschung, trans* Frauen und genderqueere Menschen sind nicht im 21. Jahrhundert von einem 3D-Drucker gedruckt worden. Es gab sie schon immer. Es musste das 21. Jahrhundert kommen, damit sie sich endlich auch als das, was sie sind, selbst bezeichnen können. Und sie haben das selbstverständliche Recht, das auch von anderen zu fordern. Wenn wir die Unsicherheiten noch mal ganz kurz durchgehen: Es gibt Frauen, die keinen Uterus haben. Ein Uterus ist also schon mal kein Kriterium eine Frau zu sein. Es gibt Frauen, die keine Vulva haben. Eine Vulva ist also auch kein Kriterium. Es gibt Frauen, die keine Brüste haben. Brüste sind somit auch kein Kriterium. Es gibt Frauen, die andere Geschlechter begehren außer oder neben Männern. Das Begehren von Männern ist also kein Kriterium. Es gibt Menschen, die schwanger werden, und keine Frau sind. Schwanger werden ist also kein Kriterium. Chromosomen sind kein Kriterium. Haarlänge ist kein Kriterium. Kleidung ist kein Kriterium. Schminke ist kein Kriterium. Der Beruf ist kein Kriterium. Der ausgeübte Sport ist kein Kriterium. Pink ist kein Kriterium. Aussehen ist kein Kriterium. Körperfigur ist kein Kriterium. Körperbehaarung ist kein Kriterium. Wie ein Mensch sich bewegt ist kein Kriterium. Auch das Tragen von Ohrringen ist kein Kriterium, auch wenn ein Freizeitheimleiter das hier in den 1970er/80ern immer wieder den Kindern suggerierte.

 

Aber woran erkenne ich denn nun eine Frau? Ganz einfach, im Zweifel sagt sie dir, ob sie eine ist.

 

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